Wildverbiss : Rehen den Appetit verderben

In Schutzkleidung tragen die Forstwirte das Mittel auf die Leittriebe der Lärchen auf. Es verhindert den Wildverbiss.
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In Schutzkleidung tragen die Forstwirte das Mittel auf die Leittriebe der Lärchen auf. Es verhindert den Wildverbiss.

Zugegeben: Es sieht schon etwas skurril aus, wenn die fünf Forstwirte des Reviers Gädebehn in ihrer weißen Schutzkleidung durch junge Baumreihen gehen

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17. November 2014, 20:57 Uhr

Zugegeben: Es sieht schon etwas skurril aus, wenn die fünf Forstwirte des Reviers Gädebehn in ihrer weißen Schutzkleidung durch junge Baumreihen gehen und die Spitzen junger Lärchen mit einem Mittel bestreichen. „Wenn uns Spaziergänger so sehen, sind sie immer erstaunt – und wohl auch etwas verunsichert darüber, was wir machen“, erzählt Forstwirt Eckhardt Mackus. Aber sobald sie den Grund hören, könnten die Wanderer schmunzeln.

Die Erklärung ist einfach: Die Forstwirte tragen das Schutzmittel „Morsuvin“ auf die Leittriebe der einjährigen Lärchen auf. „Es soll verhindern, dass sich Rehe an den Trieben zu schaffen machen und so die jungen Bäume im Wuchs gestört werden. Im schlimmsten Fall können diese absterben“, sagt Forstamtsleiter Ingo Nadler. Dieses Mittel ist nicht giftig, betont er. Aber extrem klebrig. Deshalb sei das Tragen eines Schutzanzugs nötig – und auch vorgeschrieben. Die Flächen einzuzäunen, das wäre zu kostenaufwendig, erklärt der Forstamtsleiter. „Wir versuchen natürlich, auf solche chemischen Hilfsmittel zu verzichten. Aber ganz ohne geht es auch nicht.“ Das Mittel bietet einen geschmacks- und geruchsabweisenden Schutz.

Die Lärchen auf dem halben Hektar großen Waldstück bei Crivitz sind ein Jahr alt. Im nächsten Jahr müssen sie nicht mehr behandelt werden. Dann haben sie eine Größe von 1 bis 1,20 Meter und sind außer Gefahr. An Bäume dieser Größe gehen die Rehe nicht mehr ran.

In den Revieren des Forstamtes Gädebehn wird „Morsuvin“ in diesem Jahr auf insgesamt 26 Hektar eingesetzt. Ausgebracht werden kann das Schutzmittel von Oktober bis Februar bei frostfreiem Wetter.

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