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Mecklenburg-Vorpommern

24. August 2017 | 05:08 Uhr

Neubrandenburg : Reh absichtlich überrollt

vom

Staatsanwaltschaft verlangt Strafbefehl

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat gegen einen 29-jährigen Motorradfahrer wegen Tierquälerei einen Strafbefehl beantragt. Der Mann aus dem Kreis Mecklenburgische Seenplatte soll Anfang März auf einem Feld bei Tüzen mehrfach mit seinem Krad über ein schwer verletztes Reh gefahren sein, wie ein Sprecher der Behörde gestern  erklärte. Dabei seien dem Tier erhebliche Schmerzen zugefügt worden. Die Ermittlungen gegen sieben andere Motorradfahrer aus der Gruppe seien aber eingestellt worden.

Dem 29-Jährigen, der eine vierstellige Summe zahlen soll, werde Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. Der Fall hatte in Mecklenburg-Vorpommern für Schlagzeilen gesorgt.

Ein Jäger hatte das Reh mit gebrochenen Gliedmaßen am 2. März auf dem Feld bei Tüzen gefunden. Um der Ricke weitere Qualen zu ersparen, wurde es getötet, sagte eine Polizeisprecherin. Rings um das Reh waren viele Spuren von Motorrädern.

Ermittlungen ergaben, dass das Tier damals vor eine Maschine eines anderen Fahrers gelaufen und beim Zusammenstoß verletzt worden war. Ob der Strafbefehl erlassen wird oder es doch zu einer Verhandlung komme, darüber entscheide nun das Amtsgericht Neubrandenburg. 

Ursprünglich sollte auch geprüft werden,  inwieweit einige Verdächtige überhaupt eine Motorradfahrerlaubnis und zugelassene Fahrzeuge besitzen. Auf die Spur der Fahrer kam die Polizei durch Hinweise.

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erstellt am 22.Jul.2016 | 17:10 Uhr

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