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Aussteller aus MV : Regionalkrimis und authentische Geschichten

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Aus der Onlineredaktion

27 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern setzen in Leipzig vor allem auf die Nähe zu ihren Lesern

svz.de von
erstellt am 23.Mär.2017 | 05:00 Uhr

27 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern werden in diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein. Dazu gehören unter anderen der in Stralsund ansässige Mückenschweinverlag ebenso wie der Demmler Verlag aus Ribnitz-Damgarten, die Edition digital aus Pinnow bei Schwerin und der Klatschmohn Verlag aus Bentwisch.

Schon traditionell ist der Rostocker Hinstorff Verlag in Leipzig mit dabei. „Viele unserer Buchhändler aus Mecklenburg-Vorpommern fahren eher nicht nach Frankfurt zur Buchmesse, dafür aber nach Leipzig“, nennt Verlagsleiterin Eva Maria Buchholz einen Grund dafür. Ein weiterer ist die Möglichkeit des direkten Kontakts zu Leserinnen und Lesern, die Verlage zumindest in der Größenordnung wie in der sächsischen Metropole sonst nirgends haben.

Eva Maria Buchholz möchte insbesondere mit den Graphic Novels ihres Verlages wieder Aufmerksamkeit erregen – zumal sie eine Super-Nachricht mit im Gepäck hat: „Vor einigen Tagen haben wir erfahren, dass Ryan Gosling den ,Unterwasser-Schweißer‘ verfilmen will.“

Auch „Im Eisland“, die erste Graphic Novel aus dem Hinstorff Verlag, die im vergangenen Jahr in der Kategorie Sachbuch mit dem Deutschen Kinder- und Jugendlitheraturpreis ausgezeichnet wurde, ist erneut im Messegepäck. Gerade neu erschienen sind drei Regional-Krimis: „Mörderisches Schwerin“ von Diana Saalow, „Der tote Reformator“ von Frank Schlößer und „Das Mordhaus im Wald“ von Elke Pupke, auch sie werden in Leipzig präsentiert. Im Laufe des Jahres sollen dann noch drei weitere Ostseekrimis erscheinen, so Eva Maria Buchholz. Und auch sonst gibt es am Hinstorff-Stand in Halle 3 wieder jede Menge zu entdecken: „Alfred Wellms ,Morisco‘, mehrere Bücher von Franz Fühmann, Plattdeutsches von Wolfgang Mahnke und natürlich unsere Kalender“, zählt die Verlagsleiterin auf, was ihr besonders am Herzen liegt.

Mit dem Satz „Die wahren Perlen findet man in den kleinen Verlagen“, wirbt Angelika Bruhn vom BS-Verlag Rostock für dessen Angebot. „Seit 2002 sind wir jedes Jahr in Leipzig, viele unserer Autoren kommen von dort unten, und auch viele Besucher kommen mittlerweile zielgerichtet immer wieder zu unserem Stand“, erklärt sie. Jährlich bringt der BS-Verlag etwa 40 neue Titel heraus, die auf der Buchmesse als Neuheiten präsentiert werden. „Missbraucht“ von Karin Jankowski liege ihr in diesem Jahr besonders am Herzen, so Angelika Bruhn – die Autorin, die das Buch in Leipzig selbst vorstellen wird, verarbeitet darin in Romanform selbst Erlebtes. Auch „Wladiwostok“ von Uwe Meißner sei ein außergewöhnlich authentisches Buch, so Bruhn, beschreibt der Autor darin doch seine Radtour über 12 500 km von Berlin bis ans östliche Ende der westlichen Welt. Schließlich dürfte auch „Fischersmann mit Leib und Seele“ von Herbert Hinkelmann auf großes Interesse stoßen, so die Verlagsleiterin, schildert der Autor darin doch mit ganz eigenem Humor und Wortwitz den beschwerlichen Alltag eines Hochseefischers.

Doch nicht nur Verlage aus MV präsentieren sich in Leipzig. Mit dabei ist unter anderem auch die Hochschule Wismar. Am Stand der Fakultät Gestaltung präsentieren Studierende Zeichnungen, Grafiken und aktuelle Publikationen der Fakultät.

Das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen wird sich am Stand der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften präsentieren, so Direktor Marco Zabel. Jeweils eine Auswahl der Mitglieder dieser bundesweit tätigen Gesellschaft bekäme jeweils die Möglichkeit, sich auf der Buchmesse zu präsentieren. Das Stavenhagener Museum wird unter anderem mit der plattdeutschen Zeitschrift „kikut“ vertreten sein. Und ein besonderes Bonbon, so Zabel, ist sicher eine neue Postkarte, auf der Reuter seinen Onkel Bräsig zitiert.

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