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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 07:52 Uhr

Regionalflughäfen im Sinkflug

vom

svz.de von
erstellt am 14.Jun.2013 | 09:27 Uhr

Berlin | Der Flughafenverband ADV sieht die kleineren Flughäfen in Deutschland in Turbulenzen. "Im Jahr 2013 wird nur noch eine gute Handvoll der 22 als international klassifizierten Verkehrsflughäfen in Deutschland ein positives Nettoergebnis erwirtschaften können", sagte ADV-Chef Ralph Beisel zur Frühjahrsanalyse des Luftverkehrsmarktes. "Viele Regionalflughäfen sowie kleinere Verkehrsflughäfen werden zwar ihre Betriebskosten (Gehälter) noch am Markt verdienen, aber nicht mehr ihre Kapitalkosten (Zinsen)."

Nicht nur kleinere Airports hätten Sorgen. "Die deutschen Flughäfen spüren deutlich die Folgen der Eurokrise, die schwierige Marktsituation der Airlines und die nationalen Belastungen durch die Luftverkehrssteuer", sagte der ADV-Hauptgeschäftsführer.

Vor allem kleinere Flughäfen bekämen aber die Streichung von Flugzielen oder Flügen zu spüren. "Die Fluggesellschaften ziehen sich vornehmlich im Linien- und Charterverkehr aus der Fläche zurück und konzentrieren sich auf die mittelgroßen Verkehrsflughäfen und Drehkreuze", sagte Beisel. Von den Fluggesellschaften ließen sich oft keine Entgelte mehr erzielen, die die Kosten in vollem Umfang decken. "Dies führt zunehmend dazu, dass die öffentliche Hand diesen Flughäfen finanzielle Unterstützung bei größeren Investitionen in Sicherheits- und Flugbetriebsanlagen gewähren muss."

Doch für die Staatshilfen bestehen Unsicherheiten. Die EU-Kommission hat Beihilfen für die Flughäfen Lübeck, Hahn, Altenburg-Nobitz, Zweibrücken, Berlin-Schönefeld, Weeze und München unter die Lupe genommen. Zum Herbst werden neue Leitlinien erwartet, die Klarheit bringen sollen.

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