Museen MV : Regensommer bringt Besucherflut

Museumsbesuch im Sommer: Besucher bestaunen im Deutschen Meeresmuseum das Skelett eines Finnwals
Museumsbesuch im Sommer: Besucher bestaunen im Deutschen Meeresmuseum das Skelett eines Finnwals

Das kühle und wechselhafte Wetter sorgt bei den Museen in MV für traumhafte Besucherzahlen. Lange Wartezeiten durch Ansturm

svz.de von
30. Juli 2015, 21:00 Uhr

Raus aus der Kühle, rein ins Museum, heißt es derzeit bei Touristen und Einheimischen in Mecklenburg-Vorpommern.

Das schlechte Wetter beschert den Museen regen Zulauf. So verzeichneten das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund und das Phantechnikum in Wismar dieser Tage die höchsten Besucherzahlen im laufenden Jahr. „Im Moment ist es extrem“, sagte Sven Schünemann vom Phantechnikum. Am Dienstag hatte das technische Museum zeitweise wegen Überfüllung schließen müssen, berichtet er.

Hinein kam dann nur noch, wer Geduld hatte und auf herauskommende Gäste wartete. Etwa 6800 Besucher verzeichnete das Museum im Juli bisher - verglichen mit 4400 im Vorjahresmonat. In die vier Standorte des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund und auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst strömten ebenfalls am Dienstag fast 12 400 Menschen, rund 7000 alleine ins Ozeaneum.

Fast im ganzen Land zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Warener Müritzeum war es in den vergangenen Tagen richtig voll, bilanzierte Sprecherin Karin Franz. Allein am Dienstag seien es 2900 Besucher gewesen. Zeitweise bildeten sich bis zu 50 Meter lange Warteschlangen an den Kassen. Auch das Staatliche Museum im Schweriner Schloss freut sich über reges Interesse. Seit dem 10. Juli wird dort die Ausstellung „Kaleidoskop der Moderne“ gezeigt. „Seitdem hatten wir 2000 Besucher“, berichtete Museumssprecherin Heidemarie Otto. Zwar gleichen die Besucherzahlen insgesamt denen aus dem Vorjahr, trotzdem spürten die Museumsbetreiber im Schweriner Schloss das kühle, windige Wetter.

Nach Besucherrekorden gefragt, lachte Regina Erbentraut: „Bei uns auch.“ Sie ist die Leiterin des Museums im Güstrower Schloss und sagte, derzeit sei es „so voll, wie man es nur selten erlebt“. Vor allem Familien und Individualreisende suchten in den alten Mauern Schutz vor Regen und Wind. Auch im Kunstmuseum in Ahrenshoop auf dem Fischland „riss es am Dienstag einfach nicht ab“, resümierte Sprecherin Mandy Schöpa. Vor allem die Kinder- und Jugendführungen gefielen den Besuchern. Auch Workshops und Malkurse seien gut besucht. „Wir merken, dass die Menschen nach anderen Beschäftigungen suchen.“

Gemächlicher lief es für das Kulturhistorische Museum in Rostock und im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Im Rostocker Kloster zum Heiligen Kreuz wirke sich das beinahe herbstliche Wetter nur schwach aus, sagte Steffen Stuth, Chef des Kulturhistorischen Museums: „Wir verzeichnen einen leichten Anstieg“. Derzeit habe das Museum etwa 300 Besucher pro Tag. Für das Greifswalder Museum berichtete Sprecherin Jenni Klingenberg: „Wir haben über 200 Besucher pro Tag, das ist definitiv gut.“

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