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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2017 | 01:34 Uhr

Redner und Schweiger im Bundestag

vom

svz.de von
erstellt am 10.Mai.2010 | 07:13 Uhr

Berlin | 14 Abgeordnete aus vier Parteien vertreten Mecklenburg-Vorpommern im Bundestag. Wer setzt sich für seine Wähler ein? Wer kassiert als Hinterbänkler nur Diäten? Gemeinsam mit der Internetplattform "abgeordnetenwatch.de" machen wir zum zweiten Mal den Volksvertreter-Check. Heute: Wer sprach im Bundestag? Wer hielt sich vornehm zurück?

Erwartungsgemäß steht Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU-Abgeordnete aus dem Wahlkreis Stralsund, Rügen, Nordvorpommern, an der Spitze: Vier Reden vor dem hohen Haus seit der Konstituierung des Bundestages im September 2009. Ihre wichtigste und mit 59 Minuten und 52 Sekunden auch längste Rede war die Regierungserklärung am 10. November 2009.

Einiges im Bundestag zu sagen hatten mit jeweils drei Reden der Rostocker Abgeordnete Steffen Bockhahn (Linke) und der Schweriner Volksvertreter Christian Ahrendt (FDP). Beide stehen damit auf Platz zwei. Bockhahn, mit 31 Jahren jüngster Abgeordneter aus dem Nordosten, meldete sich im Januar dreimal in der Haushaltsdebatte zu Wort. Gesamtredezeit: 19 Minuten, 39 Sekunden. Ahrendt stellte sich beispielsweise im Februar für die Bekämpfung der Kinderpornographie im Internet ans Pult.

Eckhardt Rehberg, CDU-Abgeordneter aus dem Wahlkreis Güstrow, Müritz und Bad Doberan, kommt auf zwei Reden. Im Dezember lieferte sich der ehemalige Landesvorsitzende der Union ein Rededuell vorm hohen Haus mit dem Schweriner Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Hacker (SPD) zur "Übertragung der bundeseigenen Seengewässer auf die neuen Länder".

Hackers Wortgefecht war der einzige Auftritt (5 Minuten, 9 Sekunden) des Schweriner SPD-Abgeordneten und gleichzeitig die einzige Rede aller Sozialdemokraten aus MV. Denn die zweite SPD-Vertreterin, Sonja Amalie Steffen aus Stralsund, stand bislang kein einziges Mal vorn.

Zum Vergleich: Allein Martina Bunge (Linke) hat mit 18 Minuten und 6 Sekunden fast viermal länger als die SPD-Riege aus dem Nordosten vor dem Parlament gesprochen. Die Abgeordnete aus dem Wahlkreis Wismar, Nordwestmecklenburg und Parchim redete im Januar in der Haushaltsdebatte zum Unterpunkt "Gesundheit".

Nur eine Rede hielten bislang die CDU-Abgeordneten Dietrich Monstadt aus Schwerin (Aktuelle Stunde "Kopfpauschale", 29. Januar) und Christoph Poland aus Neubrandenburg (Kulturtourismus stärken, 25. Februar) und ebenso der einzige grüne Abgeordnete aus dem Land, Harald Terpe aus Rostock (Aktuelle Stunde zur "Kopfpauschale", am 29. Januar).

Dagegen konnte Karin Strenz, CDU-Abgeordnete aus Lübz noch nicht vor dem Parlament ihre Redekunst beweisen. Da gibt es noch Reserven - wie auch beim Lubminer Matthias Lietz (CDU), der ebenfalls noch auf seine erste Rede wartet.

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Demokratie braucht Öffentlichkeit. Sie fragen, die Bundestagsabgeordneten antworten. Warum wird bei wichtigen Entscheidungen kein Volksentscheid herbeigeführt? Oder, wie schätzen sie die Gefahr für deutsche Soldaten in Afghanistan ein? Über die unabhängige Internetplattform "www.abgeordnetenwatch.de" haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen an die Volksvertreter zu stellen. Die aufschlussreichsten Antworten werden wir regelmäßig veröffentlichen.

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