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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 10:40 Uhr

Rechtsradikale ins Abseits

vom

svz.de von
erstellt am 29.Jan.2010 | 01:29 Uhr

Die braune Gefahr ist leider auch in Mecklenburg-Vorpommern allgegenwärtig. Dabei zeigt sie bekanntlich nicht ihr wahres Gesicht, sondern bevorzugt die Methode Wolf im Schafspelz. Oft macht es da schon die Kleidung. Schriftzüge wie "Thor Steinar", "Landser" oder "Ultimate Thule" weisen relativ eindeutig auf eine rechte Gesinnung hin.
Mit Sorge und Verärgerung beobachten aufmerksame Besucher der Heimspiele des FC Hansa Rostock, dass seit einiger Zeit in einem Block der Arena Menschen mit solchem Dress auf sich aufmerksam machen wollen. Von daher ist es nur allzu verständlich, dass der FC Hansa in dieser Hinsicht wachsam ist und wie Borussia Dortmund, Hertha BSC, Werder Bremen, FC St. Pauli und Carl Zeiss Jena ein deutliches Zeichen setzen will. Mit einer "Kleiderordnung", die alles verbietet, was auf eine rechte Gesinnung schließen lässt, soll diesen Leuten der Zutritt zum Stadion verwehrt werden. Klare Botschaft: Diese Personen gehören ins Abseits. An einer entsprechenden Verordnung arbeitet der FC Hansa, wie Club-Chef Dirk Grabow versichert. Es ist sehr zu wünschen, dass diese so rasch wie möglich in Kraft tritt, damit den Rechten die Bühne Bundesliga-Fußball entzogen wird. Mit eingeschränkter individueller Freiheit hat ein solches Verbot nichts zu tun, vielmehr mit Zivilcourage und Bekenntnis zur Demokratie.

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