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Bildung MV : Rechte Lehrerin wird nicht mehr unterrichten

vom
Aus der Onlineredaktion

Betroffene Grundschullehrerin zieht Kündigungsschutzklage gegen ihre Entlassung zurück.

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Eine Grundschullehrerin, die mehrfach an rechtsextremen Demonstrationen teilgenommen haben soll, wird endgültig aus dem Schuldienst in MV entlassen. Die Betroffene habe eine Kündigungsschutzklage gegen ihre Entlassung zurückgezogen, teilte eine Sprecherin des Arbeitsgerichtes in Schwerin gegenüber unserer Zeitung mit. „Sie kann jetzt nichts mehr gegen die Kündigung machen“, teilte die Gerichtssprecherin weiter mit.

Die Frau soll unter anderem auf einer rechten Kundgebung am 6. Mai dieses Jahres in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) aufgetreten sein. Die Demo, zu der sich rund 60 Neonazis versammelt hatten, stand die unter dem Motto: „Zukunft sichern und Zusammenhalt stärken – wir zeigen Gesicht gegen diese BRD!“ In ihrer Rede habe die Lehrerin nach Schilderungen von Beobachtern Internetseiten als Informationsquellen empfohlen, auf denen antisemitische Verschwörungsthesen verbreitet wurden.

Nach Bekanntwerden ihrer Aktivitäten in rechten Kreisen war die Pädagogin im Mai zunächst suspendiert worden, im Juni folgte dann die fristlose Kündigung. Gegen die Entlassung wehrte sich die Lehrerin mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht. Warum sie ihre Klage nun zurückzogen hat, konnte die Gerichtssprecherin nicht sagen.

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