Mindestlohngesetz : Recht auf 8,50 Euro

„Das ist dann besonders ärgerlich, wenn das Unternehmen keinen Nutzen von der Freistellung hat“ so Uwe Polkaehn,Vorsitzender des DGB Nord.
„Das ist dann besonders ärgerlich, wenn das Unternehmen keinen Nutzen von der Freistellung hat“ so Uwe Polkaehn,Vorsitzender des DGB Nord.

Gewerkschaften pochen auf Einhaltung des Mindestlohns

svz.de von
24. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Die Gewerkschaften im Norden wollen auf die Einhaltung des Mindestlohns ab Januar achten und eine Hotline für die betroffenen Arbeitnehmer schalten. „Das Recht auf Mindestlohn darf nicht nur auf dem Papier stehen“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, in Hamburg. Es gehöre selbstverständlich zur Pflicht eines Unternehmers, der Aufträge an Geschäftspartner vergebe, auch dort die Einhaltung des Mindestlohnes sicherzustellen. „Geschäftsmodelle, die auf Billiglohn basieren, haben keine Zukunft mehr“, sagte Polkaehn. Wer sein Lohndumping auslagern und an Subunternehmen delegieren wolle, handele rechtswidrig und müsse mit Sanktionen rechnen.

Die Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern werden nach den Berechnungen des DGB Nord am meisten von der Einführung des Mindestlohns profitieren. Rund 20 Prozent der Vollzeit-Beschäftigten, das sind mehr als 72 500 Arbeitnehmer, müssen dort mit weniger als 8,50 Euro pro Stunde auskommen und können mit einer Anhebung ihres Lohnes rechnen. In Schleswig Holstein seien es 50 700 Beschäftigte oder neun Prozent der Arbeitnehmer, in Hamburg 39 300, entsprechend sechs Prozent.

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