Rebeccas Peiniger bald vor Gericht

<strong>In diesem Haus</strong> hielt Mario B. Rebecca gefangen.<foto>dpa</foto>
1 von 1
In diesem Haus hielt Mario B. Rebecca gefangen.dpa

svz.de von
16. Januar 2013, 08:02 Uhr

Rostock | Im Verfahren gegen den mutmaßlichen Peiniger der 17-jährigen Rebecca steht die Staatsanwaltschaft kurz vor der Anklage. "In den nächsten Wochen sind die Ermittlungen gegen Mario B. abgeschlossen", sagt Staatsanwalt Holger Schütt. Voraussichtlich Ende Februar soll dann die Klage beim Rostocker Landgericht eingereicht werden. Spätestens Mitte April - und somit sechs Monate nach der Verhaftung des 28-jährigen Mario B. - muss der Prozess per Gesetz beginnen.

Seit Mitte Oktober sitzt der vorbestrafte Sexualstraftäter in Untersuchungshaft. Er soll Rebecca nach einem Disco-Besuch überfallen, sie verletzt und in seine Wohnung verschleppt haben. Dort hielt er das Mädchen tagelang gefangen und soll sie dabei mehrfach missbraucht haben. Einen Teil der Taten hat Mario B. bereits eingeräumt. Zu den Vergewaltigungsvorwürfen schwieg er sich bislang aus.

Vor Gericht wird Rebecca als Nebenklägerin auftreten. Vertreten wird sie durch den Rostocker Rechtsanwalt Jens Kasch. "Meine Aufgabe ist es in erster Linie, dafür Sorge zu tragen, dass die Rechte der Geschädigten im Strafprozess gewahrt werden", erklärt Kasch. Ob es von Seiten seiner Mandantin Forderungen geben werde, sei noch nicht klar. Auch ob Rebecca vor Gericht aussagen wird, ließ sie bislang offen. "Das wird sich aus dem Prozessverlauf ergeben", so der Anwalt. Kasch engagiert sich im Weißen Ring und hat schon häufiger Opfer von Gewaltdelikten betreut.

Derweil geht die Spendenaktion "Rostock hilft" zu Ende. 11 000 Euro sind zusammengekommen, wie die Organisatoren mitteilen. Von dem Geld wird eine Reise für Rebecca finanziert. Der Rest soll auf ihren Wunsch hin in eine regionale Stiftung oder einen Verein investiert werden, der Opfern ähnlicher Straftaten hilft. Die Organisation soll zeitnah gegründet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen