Wintersport in Mecklenburg-Vorpommern : Rauf auf die Kufen

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Auch ohne frostige Temperaturen erfreut sich das Schlittschuhlaufen wachsender Beliebtheit. Für einige Eisbahnen im Land beginnt der Saison-Endspurt. Hier eine Übersicht der künstlichen Eisbahnen:

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04. Januar 2013, 07:54 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern | Ratlos blicken zur Zeit selbst die Wetterforscher in den Himmel. Bis weit in die nächste Woche hinein, so informiert der Deutsche Wetterdienst, sei mit kühleren Temperaturen nicht zu rechnen. Der vorgezogene Frühling tut der Freude am Wintersport in Mecklenburg-Vorpommern allerdings keinen Abbruch. Die Betreiber der Eisbahnen im Land freut’s: Denn auf den Seen wird sich so schnell keine Eisschicht bilden. Die Kufen-Freunde sind auf künstliche Flächen angewiesen.

Mit dem Abbau der Weihnachtsmärkte hat sich schon so manche Eisbahn in den vorzeitigen Sommerurlaub verabschiedet. Unter anderem in Schwerin und Parchim hat das glatte Vergnügen bereits sein Ende gefunden. An zehn Orten im Land kann an diesem Wochenende allerdings noch geschlittert und geglitten werden. In den meisten von ihnen auch darüber hinaus. Bis in den Februar hinein wollen die meisten Betreiber ihre Flächen offen halten. Einige planen sogar bis in den März hinein.

Nicht ohne Grund, wie die steigenden Besucherzahlen zeigen. In Neubrandenburg sind die Betreiber der Eisbahn auf dem Marktplatz schon vor dem Abschlusswochenende "hoch zufrieden". Denn der neue Besucherrekord steht bereits. 15 000 zahlende Eisläufer seien es bis zum Freitag gewesen, berichtet Anja Hünemörder von den Stadtwerken Neubrandenburg. Auch bei Schulklassen und für Firmenfeiern steige die Nachfrage, so die Pressesprecherin.

Dass die Stadtwerke die Halle betreiben, ist kein schlechter Kniff: Denn die Energie für die Kühlaggregate bezieht das Unternehmen natürlich zum Selbstkostenpreis. Trotzdem bleiben die Bahnen oft ein Zuschussgeschäft. In mehreren Fällen stehen kommunale Träger hinter den Angeboten, so beispielsweise auch in Tessin und in Heringsdorf. Die "Eismaschinen" laufen bei den Plusgraden auf Hochtouren, damit Schlittschuhe nicht gegen Schwimmflügel getauscht werden. Das dürfte die Kosten in diesem Jahr zusätzlich steigern.

Die Betreiber hoffen daher auf gesteigerte Einnahmen. Die wachsende Beliebtheit des Wintersports belegt noch eine weitere Zahl: Denn immer mehr Hobbyeisläufer kaufen sich das passende Schuhwerk selbst. "Wir verleihen hier jedes Jahr weniger Schlittschuhe", berichtet Anja Hünemörder. Inzwischen hätten mehr als die Hälfte der Eisläufer ihr eigenes Equipment im Gepäck.

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