Kinder schützen : Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen?

 

 

Bundesdrogenbeauftrage fordert Rauchverbot in Autos, wenn Minderjährige mitfahren. Kinder könnten dauerhaft geschädigt werden

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31. August 2015, 20:18 Uhr

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) hat ein Rauchverbot in Autos gefordert, wenn Minderjährige mitfahren. „Ich würde die Prüfung eines solchen Verbots innerhalb des Kinder- und Jugendschutzes sehr begrüßen“, sagte sie der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Mortler wies darauf hin, dass in Großbritannien ab 1. Oktober eine entsprechende Regelung gelte. „Oft wird ja argumentiert, man greife zu tief in die Freiheitsrechte der Eltern ein“, sagte sie. „Hier geht es aber darum, dass Kinder dauerhaft geschädigt werden, weil die Rauchkonzentration im Auto um ein Vielfaches höher ist als im Freien.“ Eine ihrer Vorgängerinnen, Sabine Bätzing, hatte vor Jahren scharfe Kritik auf sich gezogen, als sie ein Rauchverbot in Autos vorgeschlagen hatte.

Sollte es in Deutschland ein Rauchverbot in Autos geben, wenn Minderjährige mitfahren?

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Auch beim Alkohol-Konsum seien Eltern oft ein schlechtes Vorbild. „Hier ist noch viel Aufklärung nötig“, sagte Mortler. Laut einer Studie sei es 50 Prozent der Schwangeren nicht bewusst, wie schädlich Alkohol für das Ungeborene ist. „Wir haben daher Leitlinien für alle Berufsgruppen entwickelt, die mit Schwangeren zu tun haben, um die Information und Anwendung in der Praxis zu verbessern.“

Eine Legalisierung von Cannabis, wie sie zuletzt mehrere Politiker forderten, lehnte Mortler dagegen strikt ab. „Man kann die Tür leicht öffnen, aber nur schwer wieder schließen“, sagte sie. Viele Mediziner hielten Cannabis für „alles andere als ungefährlich“.

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