zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 14:18 Uhr

Rauchmelder: Feuerwehr fordert Kontrollen

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2012 | 06:49 Uhr

Schwerin/Rostock | Wohnungen in MV sollten nach Ansicht des Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes, Heino Kalkschies, auf Rauchmelder überprüft werden. In Mecklenburg-Vorpommern müssen laut Landesbauordnung in Wohnungen und Eigenheimen Rauchmelder angebracht sein. "Eine Kontrolle sieht das Gesetz nicht vor", kritisierte Kalkschies. Dabei könne dies beispielsweise vom Schornsteinfeger überprüft werden.

Heute ist der bundesweite Rauchmeldertag. Feuerwehren, Schornsteinfeger, Versicherungen und der Einzelhandel wollen die Verbraucher unter anderem mit einem Zeichentrickfilm über Brandschutz aufklären. Die Hauptfigur des Films, Herr Riecher, ist zunächst dagegen, dass seine Frau einen Rauchmelder kauft. Doch dann bricht mitten in der Nacht ein Feuer in ihrer Wohnung aus und der Rauchmelder rettet beiden das Leben.

Feuerwehrmann Kalkschies appelliert an alle Mieter und Hausbesitzer, Rauchmelder einzubauen. Die Rettungskräfte im Land könnten bereits einen positiven Effekt des Gesetzes beobachten, sagte der Verbandsvorsitzende. "Wir können auf jeden Fall verzeichnen, dass wir durchaus Einsätze haben, bei denen die Menschen ihre Wohnung noch rechtzeitig verlassen konnten, weil der Rauchmelder angeschlagen hat", so Kalkschies.

Das Bauministerium bestätigte, dass nicht überprüft wird, ob sich die Wohnungsbesitzer an die Regelung halten. "Solche Kontrollen müssten sich im Übrigen auf mehr als 890 000 Wohnungen erstrecken", teilte das Ministerium mit. In wie vielen Wohnungen möglicherweise noch keine Rauchmelder hängen, wisse das Ministerium daher nicht.

Einige Wohnungsunternehmen haben ihren Mietern angeboten, die Wohnungen für sie mit Brandmeldern ausstatten zu lassen. So hat die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) eigenen Angaben zufolge in etwa 8000 ihrer insgesamt 9200 Wohnungen solche Geräte installieren lassen. Die restlichen Wohnungen stünden entweder leer oder die Mieter hätten erklärt, sich selbst einen Brandmelder besorgen zu wollen, sagte der SWG-Vorstandsvorsitzende Wilfried Wollmann.

Ähnlich verfährt auch die Rostocker Wohnungsgesellschaft WIRO. Die Gesellschaft gibt an, sie habe bereits 2006 damit begonnen, Rauchmelder in ihren 36 000 Wohnungen anzubringen. 95 Prozent aller Mieter hätten das Angebot angenommen.

In Mecklenburg-Vorpommern mussten die Feuerwehren dem Innenministerium zufolge im vergangenen Jahr 3602 Brände löschen. Insgesamt starben 13 Menschen in den Flammen oder an den Folgen einer Rauchvergiftung.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen