Ratten retten Menschenleben

<strong>Das ist eine Gambia-Riesenhamsterratte.</strong> Mit ihrer feinen Nase erschnüffelt sie gefährliche Minen. <foto>Foto: HeroRATs</foto>
Das ist eine Gambia-Riesenhamsterratte. Mit ihrer feinen Nase erschnüffelt sie gefährliche Minen. Foto: HeroRATs

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30. April 2012, 12:40 Uhr

Och wie süß, eine Ratte - das denken hierzulande wohl die wenigsten. Denn bei uns gelten Ratten vor allem als Schädlinge. In anderen Ländern aber sind sie echte Helden, zum Beispiel in Afrika. Denn dort helfen sie mit ihrer feinen Spürnase, Landminen zu entdecken. Das sind kleine Bomben.

Solche Minen gibt es in vielen Ländern der Erde. Die Bomben wurden oder werden in Kriegen eingesetzt. Oft sind sie gut getarnt, denn wie wurden im Boden verbuddelt. Und auch wenn der Krieg längst vorbei ist, liegen viele Landminen noch immer dort versteckt. Deshalb treten immer wieder Menschen darauf und lösen Explosionen aus. Unter den Opfern sind häufig Kinder.


Normalerweise suchen Experten mit Metall-Detektoren nach den gefährlichen Minen. Viele davon haben aber keine Hülle aus Metall mehr, sondern aus Plastik. Die Suchgeräte können sie dann nicht aufspüren. Deshalb kommt in Afrika die Gambia-Riesenhamsterratte zum Einsatz.


Mit ihrer feinen Nase kann sie den Sprengstoff erschnüffeln. Wenn die Ratte eine Mine entdeckt hat, kratzt sie am Boden, ganz so, als wollte sie Futter ausgraben. Den Tieren passiert bei ihrer Arbeit nichts, sagen die Ratten-Trainer: Sie sind so leicht, dass die Mine nicht explodiert. Mit ihrer Arbeit retten die Tiere vielen Menschen das Leben.

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