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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 06:54 Uhr

PSV steht kurz vor dem Neustart

vom

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2011 | 06:54 Uhr

Reutershagen | Die Scandlines Arena steht kurz vor der kompletten Übernahme durch die Ostsee Sport Service GmbH, einer Tochtergesellschaft der Ostseesparkassen Immobilien GmbH. Ab dem ersten März wird der neue Betreiber, Alfred Kreis, das Sagen in der Halle haben. Viele Mitglieder des Polizeisportvereins (PSV) befürchteten Nutzungseinschränkungen und erhöhte Mitgliedsbeiträge. Zudem gehen einige davon aus, dass die Halle an Wochenenden vermehrt für Veranstaltungen wie Konzerte und Messen genutzt werde und nicht für Punktspiele.

Entwarnung gibt es jetzt von Seiten der Geschäftsführung des PSV. "Die Miete ist im Vertrag festgeschrieben. Es wird keine Erhöhungen geben", sagt Sabine Collin. Außerdem sei die bisherige Nutzung durch den Sportverein für die kommenden sieben Jahre gewährleistet. "Falls wir in dieser Zeit die Miete nicht mehr tragen können, dürfen wir auch vorzeitig aus dem Vertrag austreten", so Collin. Entsprechende Klauseln wurden berücksichtigt.

Einige kleine Veränderungen wird es jedoch bei der Raumnutzung geben. Von den bisherigen drei Kampfräumen im Keller werden nur noch zwei auf Dauer angemietet. Der Boxraum bleibt, Ringer und Juduka werden sich einen teilen müssen. "Mit nur zehn Trainingsstunden in der Woche ist die Fläche der Ringer nicht ausgelastet", so Collin. Zudem sei durch die festinstallierten Matten keine weitere Nutzung möglich. Diesen Leerstand könne sich der PSV laut Geschäftsleitung nicht leisten.

Mit der Übernahme des neuen Betreibers wird auch das neue Raumkonzept der Kampfsportarten gelten. Dann wird der jetzige Juduka-Raum zweigeteilt. Um beiden Gruppen uneingeschränkte Trainingsbedingungen zu gewährleisten, hofft Collin auf das Geschick der Trainer. "Sie müssen sich mit den Zeiten einig werden, damit es keine Parallelbesetzungen gibt." Alle anderen Räumlichkeiten, wie die Halle im Erdgeschoss, werden weiterhin sporadisch vom PSV gemietet. Somit sei es dem neuen Betreiber überlassen, auch an Vereine wie dem HC Empor oder dem EBC Rostock die Halle zur Verfügung zu stellen.

Mit dem neuen Betreiber und der Einstellung des Insolvenzverfahrens kann sich die Geschäftsführung rund um Collin wieder ihren ursprünglichen Aufgaben widmen. "Endlich müssen wir uns nicht mehr mit Immobiliengeschäften rumschlagen", sagt sie. Seit Mitte November ist die Geschäftsstelle in der Bonhoefferstraße 6 anzufinden. Die vorherigen Räume in der Tschaikowskistraße seien zu groß und zu teuer gewesen. Mitgezogen ist auch der Fitnessraum der Abteilung Freizeit und Gesundheit. Heute und morgen können Interessierte beim Tag der offenen Tür Einblick in die neuen Räumlichkeiten gewinnen.

Collin ist froh, dass die heiße Phase des Insolvenzverfahrens beendet ist. "Wir haben hart mit einander gerungen und mussten viele Kompromisse eingehen", sagt sie über die Zusammenarbeit mit dem neuen Betreiber Kreis. Dennoch sei die jetzige Lösung für beide Seiten die beste. "Ich hoffe dass es so bleibt."

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