zur Navigation springen

Landgericht Rostock : Prozess um tote Prostituierte

vom

Paul K. (22) hatte es offenbar nur auf das Geld von Yana M. (52) abgesehen. Am Ende lag die Prostituierte erstochen in einer Blutlache. Am Dienstag beginnt der Prozess vor dem Landgericht Rostock.

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 07:23 Uhr

Rostock | Er tat so, als wäre er ein Freier - dabei hatte es Paul K. (22) offenbar nur auf das Geld von Yana M. (52) abgesehen. Am Ende lag die Prostituierte erstochen in einer Blutlache. Am Dienstag, 14. Mai, beginnt jetzt der Prozess wegen Mordes vor dem Landgericht Rostock. Die Staatsanwaltschaft wirft Paul K. vor, die ukrainische Prostituierte in einer so genannten Modellwohnung in der Doberaner Straße getötet zu haben. Der Angeklagte soll der Frau mit einem Messer mehrfach in den Oberkörper gestochen und in den Hals geschnitten haben, sodass sie verblutete.

Die Tat geschah am 10. November vergangenen Jahres. Die Ankläger gehen davon aus, dass Paul K. die Prostituierte unter dem Vorwand, sexuelle Dienstleistungen zu wollen, aufgesucht hat. Das teilte das Landgericht gestern mit. Dabei soll er von Anfang an beabsichtigt haben, sie zu töten, um schließlich an ihr Bargeld zu kommen. Gefunden wurde die Frau vom Untervermieter der so genannten Modellwohnung, einem Appartement, in dem verschiedene Frauen ihre Körper an Freier verkaufen.

Nachdem er die Mietzahlung nicht pünktlich bekommen hatte, ging er persönlich zur Wohnung, um sich das Geld zu holen. Schon vorher hatten Bewohner des Hauses einen unangenehmen Geruch wahrgenommen. Nur einen Tag nach dem grausigen Fund stellte sich Paul K. auf dem Polizeirevier in der Ulmenstraße und gab an, die Frau umgebracht zu haben. Die Obduktion der Leiche ergab, dass sie verblutet war. Zum Geschlechtsverkehr zwischen Yana M. und ihrem mutmaßlichen Mörder war es früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge nicht gekommen. Insgesamt hat die Kammer fünf Verhandlungstage anberaumt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen