Amtsgericht Rostock : Prozess um Serienbetrug mit Ferienwohnungen

55-jähriger Mann wegen gewerbsmäßigen Betruges angeklagt

svz.de von
23. August 2016, 08:00 Uhr

Rund zwei Jahre nach einer bundesweit bekannt gewordenen Betrugsreihe mit Ferienwohungen an der Ostsee beginnt am Donnerstag vor dem Amtsgericht in Rostock der Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher. Die Staatsanwaltschaft hat einen 55 Jahre alten Mann wegen gewerbsmäßigen Betruges angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Juli und August 2014 in 60 Fällen Ferienwohnungen in der Region Kühlungsborn angeboten zu haben, obwohl sie ihm gar nicht gehörten.

Der Angeklagte soll die falschen Angebote zur Vermietung von Ferienunterkünften über das Internet verbreitet haben. Die geköderten Urlauber überwiesen zum Teil den kompletten Mietpreis per Vorkasse. Sie reisten dann an die Ostsee, fanden dort aber kein Quartier vor. Der entstandene Gesamtschaden wird auf rund 60 000 Euro geschätzt. Bei der Begehung der Taten sollen dem 55-Jährigen nach Auffassung der Staatsanwaltschaft seine jahrelangen Erfahrungen und Kenntnisse aus der legalen Vermietung von Ferienwohnungen geholfen haben.

Die Polizei hatte fast 17 Monate nach dem Mann gefahndet und auch Phantombilder veröffentlicht. Auf die Spur kamen die Ermittler dem FeWo-Betrüger im Januar dieses Jahres nach der Ausstrahlung eines Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Ein Komplize, der als Strohmann auftrat, wurde bereits wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Für den Prozess gegen den 55-Jährigen sind zwei Verhandlungstage angesetzt.

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