Neubrandenburg : Prozess um Doppelmordversuch: Gast bedroht Täter

Der Prozess findet in Neubrandenburg statt.
Der Prozess findet in Neubrandenburg statt.

Bei dem Prozess um den zweifachen Mordversuch an einem Dönerlokal in Neubrandenburg hat ein Zuschauer den Angeklagten bedroht.

svz.de von
11. Oktober 2018, 10:31 Uhr

Der Zuschauer erklärte, sein Neffe sei bei dem Vorfall verletzt worden. Der Mann habe gerufen, er werde den 29-jährigen türkischen Angeklagten genauso verletzen, wie dieser seinen Neffen und eine Frau mit einem langen Dönermesser lebensgefährlich verletzt habe, übersetzte der Dolmetscher die Drohung des Zuschauers.

Richter Jochen Unterlöhner unterbrach daraufhin die Verhandlung. Nach einer Beratung verkündete er, dass der Zuschauer künftig kein Wort mehr sagen dürfe, sonst werde er aus dem Saal entfernt. Vor der Drohung hatte ein Gerichtsmediziner Details der lebensgefährlichen Verletzungen der Ex-Freundin des Angeklagten und des 31-Jährigen geschildert. Beide Messerattacken waren nur durch Zufall nicht tödlich, erklärte der Experte. Am Nachmittag sollten die Plädoyers gehalten werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Asylbewerber aus der Türkei zweifachen versuchten Mord vor. Er hatte vor Gericht gestanden, am 18. Mai - einem Freitagabend - mit einem langen Messer vor dem Imbiss plötzlich von hinten auf seinen 31-jährigen Bekannten und seine deutsche Ex-Freundin eingestochen zu haben. Als Motiv gab er Eifersucht an.

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