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OLG Rostock hat entschieden - Ex-Mann erhält Haus zurück : Prostituierte verliert Prozess

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Das Oberlandesgericht Rostock hat nun eine Entscheidung getroffen. Ein Malermeister aus MV, der sein Haus einer Prosituierten und späteren Ehefrau geschenkt hat, bekommt sein Eigenheim zurück.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 11:58 Uhr

Rostock | Viele gescheiterte Ehen landen vor Gericht, oft geht es ums Geld. Das Oberlandesgericht Rostock hat nun in einem kniffligen Ehestreit eine Entscheidung getroffen. Ein Malermeister aus Mecklenburg-Vorpommern, der sein Haus einer Prosituierten und späteren Ehefrau geschenkt hat, bekommt sein Eigenheim nach einem langen Rechtsstreit zurück. Das Oberlandesgericht Rostock folgte damit der im Dezember 2012 vertretenen Auffassung des Bundesgerichtshofs.

Der Mann hatte sein Haus der Prostituierten, mit der er zusammenlebte, im Jahr 2000 notariell überschrieben. Das Paar heiratete 2005 und ließ sich drei Jahre später scheiden. Bereits 2007 hatte der Mann versucht, die Schenkung zu widerrufen, als er erfahren hatte, dass seine Partnerin heimlich wieder anschaffen ging. Auch das Oberlandesgericht sah darin eine schwere Verfehlung der Klägerin, sie könne deshalb nicht die Herausgabe des Hauses verlangen.

Die Frau hatte zuvor auf die Herausgabe des Hauses geklagt und sich damit vor dem Landgericht Schwerin und dem Oberlandesgericht Rostock durchgesetzt. Die Richter urteilten damals nach dem Motto "Geschenkt ist geschenkt". Der Malermeister habe vom Vorleben seiner Frau gewusst und selbst im Rotlicht-Milieu verkehrt.

Dieser Auffassung hatte der Bundesgerichtshof widersprochen. Das Oberlandesgericht ging nun davon aus, dass beide zu der Zeit ihres Zusammenziehens darin übereinstimmten, sich eine bürgerliche Existenz aufzubauen und ein normales Familienleben zu führen. Mit ihrer Tätigkeit als Prostituierte habe die Frau die Dankbarkeit vermissen lassen, die ihr Ex-Mann nach der Überlassung des Wohnrechts hätte erwarten dürfen. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu, die Frau könne sich aber beim Bundesgerichtshof gegen diese Nichtzulassung beschweren.

Wenn man im Rotlichtmilieu eine Frau kennenlerne und um ihre Vergangenheit wisse, müsse man andere Maßstäbe an die gemeinsame Zukunft setzen, so Melanie Fandel, Anwältin der Klägerin. Der Mann hätte nicht davon ausgehen können, dass seine Frau ein für alle Mal geläutert sei. Fandel betonte, wesentliche Sachverhalte im Prozess seien streitig vorgetragen worden, so die Frage, ob der Mann von der Prostitution gewusst habe. Ihre Mandantin habe auch klar gemacht, dass sie in der Beziehung unzufrieden gewesen sei und ihr Mann deshalb hätte damit leben müssen, dass sie ihre Bedürfnisse außerhalb befriedigt.

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