Prostatakrebs ist in MV der häufigste Tumor

svz.de von
28. Juni 2012, 10:12 Uhr

Knapp 10 000 Mecklenburger und Vorpommern erkranken jährlich an Krebs. Das geht aus Daten des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) der ostdeutschen Bundesländer und Berlins hervor. Nicht ganz 5000 Krebskranke pro Jahr erliegen ihrem Leiden.

Im gesamtdeutschen Vergleich ist die Krebssterblichkeit in Mecklenburg-Vorpommern bei Männern um 15 Prozent erhöht, bei Frauen entspricht sie dem Durchschnitt.

Die häufigsten Krebserkrankungen bei Männern betreffen Prostata (24 Prozent aller Krebsneuerkrankungen), Lunge (15 Prozent) und Darm (12 Prozent). Bei den Frauen finden sich Tumoren am häufigsten in der Brust (29 Prozent), im Darm (12 Prozent) und der Lunge (7 Prozent).

Und auch das zeigen die vom GKR erhobenen Daten auf: Bösartige Tumoren können - hierzulande wie deutschlandweit - in jedem Lebensalter auftreten, am häufigsten sind sie jedoch im höheren Lebensalter. Etwa drei Viertel der Betroffenen in MV sind 60 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei Frauen bei 67 Jahren, bei Männern bei 68 Jahren. Weniger als ein Prozent der Krebserkrankungen betreffen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren.

Verglichen mit der Deutschlandschätzung ist die Krebsneuerkrankungsrate in Mecklenburg-Vorpommern bei Männern ungefähr gleich hoch und bei Frauen um etwa zehn Prozent niedriger als im Bundesdurchschnitt.

Im Jahr 2008 wurde statistisch erfasst, dass 30 000 Männer und 29 000 Frauen in Mecklenburg-Vorpommern lebten, bei denen in den letzten zehn Jahren Krebs festgestellt wurde. Was Betroffenen Mut machen sollte: Innerhalb der letzten 30 Jahre hat sich die Krebsüberlebensrate hierzulande verdoppelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen