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Mecklenburg-Vorpommern

22. Oktober 2017 | 08:43 Uhr

Rechte Szene in MV : Propaganda im Internet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die rechte Szene in Mecklenburg-Vorpommern bedient sich nach Erkenntnissen der Polizei immer häufiger sozialer Netzwerke wie Facebook, um ihre Ideologien zu verbreiten.

svz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 20:12 Uhr

Die rechte Szene in Mecklenburg-Vorpommern bedient sich nach Erkenntnissen der Polizei immer häufiger sozialer Netzwerke wie Facebook, um ihre Ideologien zu verbreiten und neue Anhänger zu werben. Anders als über einschlägige Internetseiten, die aktiv aufgesucht werden müssten, verbreiteten sich Informationen über Netzwerke durch die Nutzer selbst schneller und breiter. „96 Prozent der Unter-30-Jährigen sind in sozialen Netzwerken aktiv. Die Vorteile hat die rechte Szene rasch erkannt“, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Rampe bei Schwerin. So hätten sich neue Bewegungen gebildet, die auf diese Weise Hetze gegen Ausländer betrieben oder über geplante Aktionen informierten.

Bei Anzeichen für mögliche Straftaten setzten polizeiliche Ermittlungen ein, hieß es. Doch sei die Kreativität der Szene gewachsen. Rechtsextreme Inhalte würden häufig gut versteckt und verschleiert. Verantwortliche seien oft schwer zu identifizieren.

Hinweise auf verdächtige Seiten gebe es auch über Netzverweis.de, eine Initiative des LKA zur Bekämpfung der Internetkriminalität.Innenminister Lorenz Caffier (CDU) will am Donnerstag den Jahresbericht zur Entwicklung politisch motivierter Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern vorlegen. Schon in den Vorjahren hatte sich abgezeichnet, dass das Internet von Extremisten immer stärker als Plattform genutzt wird.

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