Interview Olaf Berger : „Olaf, bleib gesund!“

Olaf Berger

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Schlagerstar Olaf Berger ist ein Hauptact beim Pressefest: Im Interview spricht er über sein Leben im Scheinwerferlicht

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19. April 2018, 16:16 Uhr

Die Neuauflage des Pressefestes unserer Zeitung rückt näher. Als Hauptact der Party am Sonntag hat sich Schlagerstar Olaf Berger um 17.15 Uhr auf dem Schweriner Bertha-Klingberg-Platz angesagt. Über ein Leben im Scheinwerferlicht, seine Vorbereitung auf das Pressefest und die kuschelige Atmosphäre kleiner Bühnen sprach Carlo Ihde mit dem Dresdner Künstler.

Mit 22 Jahren wurden Sie in der Samstagabendshow „Sprungbrett“ des DDR-Fernsehens einem breiten Publikum bekannt. Das erste Album hatte bereits Goldstatus. Ist es schwierig, wenn man sehr jung schon sehr erfolgreich ist?
Ich bin in einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen. Schon als Kind war ich in den Schulferien mit der Gala- und Tanzband „Die Virginias“ meines Vaters auf Tour. Später, gleich nach der Ausbildung zum Kfz-Schlosser und Grundwehrdienst, stieg ich in Papas Band als Gitarrist und Sänger ein, habe den Bus mit der Technik gefahren. Das waren, neben dem Handwerk der Musik ein Instrument zu spielen, die Grundbausteine für diesen Beruf. Mein Vater hat mir wichtige Grundsätze für meinen Lebens- und Berufsweg mitgegeben. Neben Talent ist es wichtig, Ehrgeiz, Disziplin, Respekt und das Quäntchen Glück zu haben, Emotionen zu wecken, einen Hit zu landen.

Sie stehen seit über 33 Jahren auf den Bühnen im ganzen Land. Wie finden Sie es, wenn die Fans der ersten Stunde schon mit ihren erwachsenen Kindern zu Ihren Konzerten kommen?
Das ist ein großes Kompliment. Mein Publikum ist die ganze Familie. Jung und Alt. Früher riefen die Mädels bei meinen Konzerten „Olaf, ich will ein Kind von dir“ und heute „Olaf, bleib gesund.“

Das Musikbusiness ist schnelllebiger geworden, im Schlager rücken ständig junge Talente nach. Wie sehen Sie das und wo finden Sie Ruhe, wenn Ihnen der Trubel mal zu viel wird?
Ja, die Zeiten haben sich verändert. Ich genieße den Draht zum Publikum – das ist meine Grundlage für diesen Beruf und Erfolg. In der heutigen Zeit gibt es tolle Technik, feinste Computer. Aber auf der Bühne wird sich zeigen, was man drauf hat. Wird mir der Trubel zu viel, ziehe ich mich in Palma zurück. Das ist mein zweites Zuhause.

Sie werden Stargast auf dem Pressefest unserer Zeitung in Schwerin sein. Waren Sie schon mal in der Stadt?
Ich habe in meinen 33 Jahren Musik schon oft in Schwerin mit meiner Musik gastiert. Besonders gern erinnere ich mich an meine vielen Besuche und Interviews im NDR Landesfunkhaus Schwerin. Obwohl der deutsche Schlager irgendwann leider aus dem Sender verbannt wurde, gab es immer wieder tolle Liveauftritte und Begegnungen in und um Schwerin.

Manch einer nimmt einen Salbei-Tee, ein anderer meditiert. Wie bereiten Sie sich auf einen Auftritt vor?
Ich nehme immer eine „Lutschtablette“ für die Stimme. Ansonsten trinke ich gegen die Aufregung gern schon mal ein kleines handwarmes Pils vor dem Auftritt.
Ihr jüngstes Album „Hast du heut schon gelebt“ ist erst wenige Monate auf dem Markt. Auf welches Programm dürfen sich die Besucher in Schwerin freuen?
Die „alten Berger Hits“ – von Feuer bis Alice und natürlich ganz neue Songs vom aktuellen Album sind zu hören. Manchmal entscheide ich aber auch spontan vor Ort und orientiere mich am Publikum.

In Schwerin spielen Sie draußen. Was mögen Sie lieber, die gut ausgeleuchtete Konzerthalle oder die Party unter freiem Himmel?
Eine Konzertatmosphäre ist immer etwas Besonderes. Am liebsten sind mir aber die „kleineren“ intimen Konzerte. Ich schaue den Menschen sehr gern während meines Konzerts ins Gesicht und möchte so die Emotionen aufnehmen.

Gibt es neue Projekte, an denen Sie arbeiten, schließlich ist das 35. Bühnenjubiläum nicht mehr allzu weit entfernt?
Jetzt bin ich mit Begeisterung im 33. Jubiläumsjahr unterwegs. Besonders freue ich mich auf die Jubiläumskreuzfahrt im September in die Norwegischen Fjorde.

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