Pressefest am 22. April : Fotoaktion: Kleiner Star vom Pressefest

Damals: Das Originalbild, wie es Walter Bedau 1955 aufgenommen hat. Und heute: Eine Kopie des damaligen Plakats hängt im Haus von Rüdiger Wendt. Er besitzt auch noch ein Original.
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Damals: Das Originalbild, wie es Walter Bedau 1955 aufgenommen hat. Und heute: Eine Kopie des damaligen Plakats hängt im Haus von Rüdiger Wendt. Er besitzt auch noch ein Original.

Als Junge posiert Rüdiger Wendt mit seiner Familie auf einem Zeitungsplakat. Pressefest am 22. April geplant

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05. Februar 2018, 12:00 Uhr

„Weißt du noch damals beim Pressefest...“, fragte ein ehemaliger Mitschüler Rüdiger Wendt kürzlich beim Wiedersehenstreffen nach 47 Jahren. Dem Schweriner schossen sofort zahlreiche bunte Erinnerungsfetzen in den Kopf: die unzähligen Eisbuden, die den Weg in die Stadt säumten. Dann die Menschenmassen, die sich durch die Bahnhofstraße, am Pfaffenteich vorbei in Richtung Alter Garten drängten. Unvergessen auch die waghalsigen Radakrobaten. „Das war spektakulär. Die Geschwister Weisheit sind mit ihrem Motorrad auf einem Seil über den Burgsee gefahren.“ Das habe ihn als Jungen schwer beeindruckt. Der Höhepunkt war für ihn aber immer das große Feuerwerk zum Abschluss vor der malerischen Schlosskulisse. Um so mehr freut sich Rüdiger Wendt über die geplante Neuauflage eines Pressefestes am 22. April diesen Jahres in Schwerin.

Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist dem heute 68-Jährigen das Pressefest 1955. Da war er ein kleiner Steppke von sechs Jahren. „Es war das erste Mal, dass ich dabei sein durfte“, erinnert er sich zurück. Das Spektakel unserer Zeitung fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. „Für uns war das ein Familienfest.“ Und so machte sich der kleine Rüdiger gemeinsam mit seinen Eltern auf den Weg in die Stadt.

Dabei wurden sie immer wieder erkannt. Denn die junge Familie hatte Modell für das Pressefestplakat gestanden, das überall hing, um die Massenveranstaltung anzukündigen.

„Mein Vater kannte den damaligen Zeitungsfotografen Walter Bedau“, erzählt Wendt. „Er wohnte bei uns in der Nachbarschaft. Eines Tages hat der Fotograf Bedau gesagt: ,Kommt mal mit, wir müssen das Plakat fürs Pressefest machen.‘“

Im Garten der Familie posierte der Steppke mit Mama, Papa und der damals zweijährigen Schwester. „Ich hielt einen Stock in die Höhe“, weiß Wendt. Auf dem Plakat wurde daraus eine Schnur, an der ein knallroter Luftballon mit „SVZ“ aufstieg. Das Abbild der schmucken Familie wurde vor eine sich drängende Menschenmasse gesetzt – ein Foto von dem Pressefest im Vorjahr. Statt Sträucher und Beete im Hintergrund wie auf dem Originalbild, wurde auf dem Plakat die Silhouette der heutigen Landeshauptstadt angedeutet. Noch heute hat der Schweriner eines der Originalplakate von damals.

„Das Pressefest wurde 1955 im Juni gefeiert, im September bin ich dann eingeschult worden“, erzählt Rüdiger Wendt. Da wirkte seine „Berühmtheit“ noch nach. „Das Plakat war vielen in Erinnerung geblieben. Ich wurde immer wieder gefragt, ob ich ein Schauspieler bin“, sagt er lachend. Selbst beim Klassentreffen neulich war es wieder Gesprächsthema Der Mitschüler fragte: „Weißt du noch, damals beim Pressefest, da warst du auf diesem Plakat?“

„Weißt du noch damals...“ Pressefest-Fotos gesucht

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