Feiern Sie mit uns am 22. April : Der Maler vom Pressefest

Hermann Wienke vor einem seiner Gemälde
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Hermann Wienke vor einem seiner Gemälde

Hermann Wienke wirkte bei der Gestaltung des Alten Gartens mit. Am 22. April Familien-Pressefest

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06. März 2018, 05:00 Uhr

Abstrakte Malereien in bunten Farben hängen an den Wänden. Ein Stillleben zeigt einen überbordenden Früchtekorb. Dazwischen ein Frauenporträt und auf der Staffelei Skizzen von einem vorwitzigen Vogel mit Sahnekännchen auf dem Kopf. In der Wohnung von Hermann Wienke aus Pampow bei Schwerin offenbart sich seine Leidenschaft fürs Malen und Zeichnen.

Kreativität prägte auch das Berufsleben des heute 86-Jährigen. In der Nachkriegszeit lernte Wienke Maler, später macht er seinen Meister und studiert in den 1960er-Jahren zusätzlich Architektur per Fernstudium. Später arbeitete er unter anderem für die Dewag Schwerin, der Deutschen Werbe- und Anzeigengesellschaft. „Hier begann ich 1957 meine Tätigkeit als Schrift- und Plakatmaler“, erinnert sich der Pampower zurück.

So kam es auch, dass er an der künstlerischen Gestaltung einiger Pressefeste unserer Zeitung mitwirkte. Gut in Erinnerung geblieben ist ihm das Jahr 1958. Begleitend zur Veranstaltung wurde in der Marstallhalle eine Landwirtschafts- und Gartenschau veranstaltet. Hierfür malte er große Werbeplakate. Auch bei der Dekoration des Alten Gartens, auf dem die große Bühne stand, half er mit. Das Motiv, das er auf eine riesige Fläche bannte: Petermännchen reitet auf einer sowjetischen Rakete in die kommunistische Zukunft.

Dabei sei er selbst nie Kommunist gewesen, betont Hermann Wienke. „Ich war auch nicht in der Partei und habe eigentlich auch immer gesagt, was ich wollte – und das wurde so akzeptiert.“

Später sei das Pressefest dann nicht mehr in der Größe, wie in den 1950er-Jahren veranstaltet worden. Die Aufträge dort waren nur noch „kleine Fische“, erinnert sich Wienke zurück. Bedeutender seien für die Dewag die Arbeiten bei der Ostseemesse oder der Messe in Leipzig gewesen. Nach seinem Studium arbeitete der Pampower als Ausstellungsarchitekt für den staatlichen Betrieb. „Ich bin dadurch viel rumgekommen – wir gestalteten den Messeauftritt der DDR zum Beispiel in Antwerpen, Düsseldorf oder Rotterdam.“ Ein Auftrag führte ihn sogar für mehrere Wochen nach Kolumbien.

Eine Anekdote von einem Pressefest ist Hermann Wienke nach all den Jahren im Gedächtnis geblieben: „Ich weiß noch, dass es am Ziegelsee einen Markt gab – da wurden Mopeds verkauft.“ Hunderte hätten angestanden, um eins der damals begehrten Fortbewegungsmittel zu ergattern. „Sonst mussten wir ja nur mit dem Rad fahren.“ Da er eine der Verkäuferinnen aus Schulzeiten konnte, hatte Wienke Glück: „Ich schaffte es, eines der Mopeds für meine Frau zu ergattern.“

„Weißt du noch damals...“ Pressefest-Fotos gesucht

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oder per E-Mail an: pressefest@medienhausnord.de

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