Schwerin/Ludwigslust : Prellungen und Platzwunden: Polizisten angegriffen

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Wenn die Polizei gerufen wird, um Ordnung herzustellen, muss sie sich häufig einiges anhören. Immer öfter bleibt es nicht bei verbalen Attacken.

svz.de von
09. August 2016, 21:00 Uhr

Nach Pöbeleien und tätlichen Angriffen auf Polizisten in Schwerin und Ludwigslust haben die Behörden Ermittlungen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen.

Unter Verdacht stehen vier junge Männer, die sich am Montagabend in Schwerin Anweisungen der Ordnungskräfte massiv widersetzt haben sollen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren die Beamten wegen ruhestörenden Lärms an einer Skaterbahn im Plattenbaugebiet Neu Zippendorf gerufen worden. Aus einer 25-köpfigen Gruppe heraus hätten dann vier einschlägig bekannte Männer die Polizisten beleidigt und mit Faustschlägen angegriffen. Daraufhin habe die Polizei Pfefferspray eingesetzt und zwei der Angreifer in Gewahrsam genommen. Gegen die 20- bis 25-jährigen Tatverdächtigen seien Anzeigen erstattet worden, wegen Widerstandes und Beleidigung.

Auch in Ludwigslust wurden in der Nacht zum Montag Polizisten angegriffen und zudem verletzt. Sie waren nach Angaben ihrer Behörde über die Beschädigung von Autos in der Innenstadt informiert worden und wollten zwei Tatverdächtige kontrollieren. Diese hätten einen freiwilligen Atemalkoholtest abgelehnt, die Situation sei eskaliert.

In der Folge der Handgreiflichkeiten erlitten die beiden Polizisten Rippenprellungen, einen Bluterguss am Arm sowie eine Platzwunde am Auge. Die beiden 26 Jahre alten mutmaßlichen Täter seien nach kurzer Flucht gestellt und in Gewahrsam genommen worden.

Die Polizei ermittelt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung.

Polizisten und Rettungskräfte waren zuletzt häufiger Ziel von Angriffen oder wurden bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten behindert.

So waren laut Polizei jüngst in Rostock Sanitäter und deren Wagen mit Steinen beworfen worden, nachdem eine Gruppe Jugendlicher die Behandlung einer Freundin für unzureichend befunden hatte.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verurteilt derlei Übergriffe und plädiert für die Verschärfung des Strafrechts für solche Gewalttäter.

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