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Anfrage der Linken : Preisexplosion für Ackerland

vom
Aus der Onlineredaktion

Linkspartei warnt vor Spekulationsobjekten. In MV Steigerung um 113,4 Prozent

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erstellt am 24.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Die Preise für Ackerland haben sich in den vergangenen fünf Jahren dramatisch erhöht. Das geht aus der Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Klaus Ernst hervor, die unserer Berliner Redaktion vorliegt. Danach sind bundesweit von 2010 bis 2016 die Kaufpreise um 88,2 Prozent gestiegen. Mussten 2010 durchschnittlich noch 11 854 Euro pro Hektar für landwirtschaftlich genutzte Flächen gezahlt werden, waren es im vergangenen Jahr 22 310 Euro. Besonders stark sind die Preise in Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Niedersachsen angestiegen. In Mecklenburg –Vorpommern hat sich der durchschnittliche Kaufpreis für Ackerland pro Hektar in dem Fünfjahres-Zeitraum von 9187 auf 19 607 und damit um 113,4 Prozent erhöht. In Bayern gingen die Preise von 25 866 auf 51 945 Euro (100,8 Prozent) nach oben und in Niedersachsen von 16 716 auf 32 012 (91,5 Prozent).

In Nordrhein-Westfalen etwa betrug der Anstieg noch 58,8 Prozent, von 28 051 auf 44 531 Euro. Weniger drastisch ist dagegen die Entwicklung in Baden-Württemberg: Dort entwickelte sich der durchschnittliche Preis pro Hektar von 19 824 im Jahr 2010 auf 24 330 in 2016 (22,7 Prozent). „Landwirtschaftlich genutzter Boden verkommt immer mehr zum Spekulationsobjekt“, kritisierte der Linken-Bundestagsabgeordnete Ernst. „Ein zeitgemäßes Grundverkehrsrecht muss im Interesse der Landwirtschaft und des Naturschutzes gegensteuern“, forderte er. „Die Grund- und Immobilienpreise werden zum Sprengstoff unserer Gesellschaft“, sagte der Linken-Politiker.

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