Jamel rockt den Förster : Preis für Mut gegen Rechts

Birgit und Horst Lohmeyer
Birgit und Horst Lohmeyer

Das Ehepaar Lohmeyer aus Jamel wird für Zivilcourage geehrt

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06. August 2015, 21:00 Uhr

Birgit und Horst Lohmeyer erhalten für ihren fortwährenden Einsatz gegen Rechtsextremismus eine weitere Ehrung. Das in dem weitgehend von Neonazis dominierten Jamel (Nordwestmecklenburg) lebende Künstlerpaar bekommt den mit 10 000 Euro dotierten Georg-Leber-Preis für Zivilcourage der IG BAU. Wie die Gewerkschaft gestern mitteilte, erfolgt die Verleihung Ende August im Rahmen des Festivals für Toleranz und Demokratie „Jamel rockt den Förster“. Zu der Musikveranstaltung werden am 28. und 29. August auf dem alten Forsthof erneut mehrere Hundert Gäste erwartet. Das Ehepaar Lohmeyer hatte das Festival als Reaktion auf Anfeindungen der im Ort lebenden Neonazis aus der Taufe gehoben. Für ihren Mut und ihr Engagement waren die Eheleute mehrfach geehrt worden.

Die Schattenseite der Ehrungen haben die Lohmeyers aber auch schon zu spüren bekommen. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit sei nach einer Preisverleihung etwas passiert, sagt Horst Lohmeyer. Die Palette reichte von Beschimpfungen, öffentlicher Beleidigung bis hin zu Sachbeschädigung. So wurden die Reifen von Birgit Lohmeyers Auto zerstochen. „Aber wir sind vorbereitet“, sagt Horst Lohmeyer. Mittlerweile zeigen sie jeden Vorfall an, die Polizei fährt regelmäßig Streife in Jamel.

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