Filmkunstfest MV : Preis für Christine Schorn

Die Schauspielerin Christine Schorn
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Die Schauspielerin Christine Schorn

Die Schauspielerin erhält beim Filmkunstfest MV Goldenen Ochsen

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11. März 2016, 20:30 Uhr

Die Schauspielerin Christine Schorn (72) erhält für ihr Lebenswerk den undotierten Ehrenpreis „Goldener Ochse“ des 26. Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern. Damit werde „eine der profiliertesten und vielseitigsten Schauspielerinnen Deutschlands“ ausgezeichnet, teilte der Veranstalter FilmLand M-V gestern in Schwerin mit. Mit ihrer „nuancierten wie kraftvollen Menschendarstellung“ beeindrucke Schorn immer wieder aufs Neue viele Theater-, Film- und Fernsehzuschauer. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) wird den Preis am 7. Mai in Schwerin überreichen.

Schorn sei eine unverwechselbare Charakterdarstellerin, die jeder Rolle Ausdruck und Persönlichkeit verleihe, sagte Filmkunstfest-Leiter Volker Kufahl. „Ihr Spiel ist vital und kantig.“ Sie könne auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken und sei auch zurzeit stark ausgelastet.

Christine Schorn wurde 1944 in Prag in eine Schauspielfamilie hineingeboren. Mit 17 Jahren begann sie ihre Ausbildung an der staatlichen Schauspielschule in Ost-Berlin. Unmittelbar nach ihrer Ausbildung wurde sie 1963 an das renommierte Deutsche Theater Berlin gerufen, dessen Ensemble sie, abgesehen von einer frei gewählten Unterbrechung in den siebziger Jahren, rund vier Jahrzehnte lang bis 2009 angehörte.

Parallel zum Theater war sie Film- und Fernsehschauspielerin. Nach Beendigung ihrer Theaterlaufbahn wurde sie verstärkt für deutsche Film- und Fernsehproduktionen engagiert wie den „Polizeiruf 110“, „Der Tatortreiniger“ (2011), „Nicht über mein Sofa“ (2014) oder „Tief durchatmen, die Familie kommt“ (2015). Nach 1990 wirkte sie in zahlreichen gesamtdeutschen Kinoerfolgen wie „Good Bye, Lenin!“ (2000), „Halbe Treppe“ (2002), „Novemberkind“ (2008) und „Giulias Verschwinden“ (2009) mit. Zweimal erhielt sie den Deutschen Filmpreis, die Lola.

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