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Mecklenburg-Vorpommern

13. Dezember 2017 | 17:49 Uhr

36,7 Fehltage : Polizisten immer öfter krank

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mecklenburg-Vorpommerns Polizisten melden sich immer häufiger krank. Ein Grund sieht Innenminister Caffier in dem hohen Durchschnittsalter in der Landespolizei. Und es steht noch eine Pensionierungswelle bevor.

svz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 20:26 Uhr

Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern sind immer häufiger krank. Waren es 2011 noch 27,6 Krankheitstage pro Polizeibeamtem, erhöhten sich die Krankmeldungen 2012 auf 31,2 Kalendertage und im Jahr 2013 auf 36,7 Tage. Diese Zahlen nannte gestern Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Allerdings sei die pauschale Aussage falsch, dass aktuell rund 500 Beamte in der Landespolizei krank sind. Ein Grund für die Entwicklung der Krankentage sei das hohe Durchschnittsalter in der Landespolizei, erklärte Caffier. Sicher habe auch die hohe Arbeitsbelastung Auswirkungen auf den Krankenstand. Dies führe aber nicht dazu, dass die innere Sicherheit im Land nicht gewährleistet ist, betonte der Minister.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte mehr Neueinstellungen. Der derzeitige Krankenstand in der Landespolizei sei „exorbitant hoch“, sagte GdP-Landesvorsitzender Christian Schumacher. Dadurch fehlten Kollegen für die Arbeit auf der Straße. Zugleich stiegen die Belastungen für die verbleibenden Polizisten in den Dienststellen. „Wir fahren auf Verschleiß.“ Obendrein stehe eine Pensionierungswelle bevor. Bis 2020 gingen im Nordosten etwa 1100 Polizisten in Pension. Derzeit seien noch knapp 6000 Beamte bei der Landespolizei beschäftigt. „Wir müssen jetzt gegensteuern und deutlich mehr für den Nachwuchs tun“, forderte Schumacher. „Einen Polizisten gibt es nicht fertig von der Stange.“

Caffier meinte, in den letzten Jahren seien deutlich mehr junge Polizisten eingestellt und ausgebildet worden als zuvor.

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