Demmin : Polizisten gebissen: Urteil rechtskräftig

Die Polizei räumte am 8. Mai 2014 in Demmin Sitzblockaden.
Die Polizei räumte am 8. Mai 2014 in Demmin Sitzblockaden.

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05. August 2015, 21:00 Uhr

Der Rechtsstreit um eine Beiß-Attacke auf Polizisten bei einer Sitzblockade am 8. Mai 2014 in Demmin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist beendet. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts Demmin gestern sagte, ist das Urteil rechtskräftig. Niemand habe innerhalb der Wochenfrist Rechtsmittel eingelegt.

Der Anwalt des Verurteilten, Sven Richwin, erklärte, sein Mandant habe das Urteil akzeptiert. Der 24-jährige Franzose war am 28. Juli vom Amtsgericht Demmin wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 1350 Euro verurteilt worden. Mit der Strafe von 90 Tagessätzen zu je 15 Euro gilt er nicht als vorbestraft.

Der Mann aus der linken Szene hatte an Sitzblockaden gegen einen Fackelzug der rechtsextremen NPD teilgenommen. Der Polizei war damals bei der Auflösung der Blockaden zu hartes Vorgehen vorgeworfen worden. Vor Gericht hatte der Verurteilte erklärt, dass er nur Französisch spreche und die Aufforderung der Beamten zum Weggehen damals nicht verstanden habe.

Als Beamte dann härter zugriffen, biss der 24-Jährige laut Gericht zwei Polizisten in die Hände. „Mein Mandant war extrem überfordert mit der Situation“, erklärte sein Verteidiger. Bei dem Gerangel wurden drei Polizisten und auch der 24-Jährige verletzt.

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