Randalierer in Hagenow : Polizei stoppt Täter nach Randale

Ein zerschlagenes Schaufenster
Ein zerschlagenes Schaufenster

Mitten in Hagenow: Ein 18-jähriger Syrer beging fünf Straftaten in zwei Stunden. Die Beamten setzten zur Sicherheit Reizgas bei der Verhaftung ein.

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26. März 2018, 20:30 Uhr

„Gott ist groß“, brüllte er durch die Straßen, stieß übelste Verleumdungen sexistischer Art aus, warf mit Bierflaschen um sich, verletzte einen Passanten und griff schließlich auch noch einen Iraker mit dem Messer an, nachdem er auch die Scheiben einer Wohnung und eines Friseurgeschäftes zerschlagen hatte. Nach gut zwei Stunden und vielen Anrufen stoppte Hagenows Polizei schließlich die aggressive Randale-Tour eines 18-jährigen Asylbewerbers aus Syrien. Die Streifenbeamten setzten bei der vorläufigen Festnahme aus Sicherheitsgründen Reizgas ein. Der Verdächtige hatte sich nahe eines Verkehrskreisels am Hagenower Wohnviertel Kiez versteckt und trug noch das Messer bei sich, mit dem er zuvor einen 26-jährigen Iraker verletzt haben soll. Auch bei der Festnahme wehrte sich der junge Mann heftig und trat um sich.

Passiert ist das Ganze bereits am vergangenen Freitag zwischen 20 und 22 Uhr im Hagenower Stadtgebiet. Der Vorfall war am Wochenende nicht gemeldet worden.

Erst die Polizeiinspektion Ludwigslust gab dann eine entsprechende Mitteilung heraus. Der Verdächtige wurde bereits am Morgen des Sonnabends aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Nach SVZ-Informationen ist der 18-Jährige, der in Hagenow auch wohnt, nicht zum ersten Mal polizeilich aufgefallen.

Warum der Mann, der an besagtem Freitag erst durch die Innenstadt und dann weiter durch den Hagenower Kiez zog, ausrastete, ist bisher nicht bekannt.

Nach Augenzeugenberichten war er zunächst im Bereich Hirtenstraße unterwegs. Dort riss er wohl auch ein Verkehrsschild heraus und beschädigte damit die Scheibe eines Friseurgeschäftes. Wenig später schlug der Heranwachsende auf die Frontscheibe eines haltenden Autos ein. Als der Halter des Fahrzeuges ihn ansprach, warf er ihm eine Bierflasche an den Kopf. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. In zwei weiteren Fällen warf er Bierflaschen auf die Scheiben zweier Wohnungen, eine Scheibe wurde beschädigt. Und schließlich kam es zu Auseinandersetzungen in einer zehnköpfigen Gruppe im Wohngebiet. Hier soll es dann zu dem Messerangriff auf den Iraker gekommen sein. Die Polizei wurde von mehreren Bürgern alarmiert und bekam sogar ein Foto zugespielt. Jetzt laufen die Ermittlungen wegen mehrfacher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

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