Alt Rehse : Polizei rückt wegen Lärm an und findet eine Leiche

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Ermittler der Polizei sichern Spuren nach dem Fund einer Leiche in Alt Rehse. Foto: Winfried Wagner

Ein Mann bläst frühmorgens im Dorf eine Trompete. Nachbarn beschweren sich. Als die Polizei kommt, findet sie im Haus des 51-Jährigen einen Toten.

svz.de von
09. August 2016, 15:49 Uhr

Polizisten haben in Alt Rehse (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) durch Zufall in einem Haus eine Leiche entdeckt. Die Beamten waren wegen ruhestörenden Lärms dienstagmorgen um sieben Uhr von Nachbarn gerufen worden. Der Todesfall sei noch ungeklärt, sagte eine Polizeisprecherin. Der 51 Jahre alte Besitzer des Wohnhauses - einer ehemaligen Landgaststätte - wurde vorläufig festgenommen. Ermittler prüfen nun, ob es sich um ein Tötungsdelikt handelt.

Spezialkräfte der Polizei durchsuchten bis zum späten Nachmittag intensiv das Haus und das Grundstück, das an den Dorfteich grenzt.

Der 51-Jährige soll frühmorgens Trompete geblasen und seine Musikanlage sehr laut aufgedreht haben, wohl nicht zum ersten Mal.

Als die Beamten ihn in seinem Haus befragen, entdecken sie die Leiche, die schon länger in dem Haus gelegen haben dürfte. Derzeit seien aus ermittlungstaktischen Gründen weder Angaben zum Geschlecht, zum Zustand oder zur Identität des Leichnams möglich, sagte die Polizeisprecherin.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet. Mit den Ergebnissen wird frühestens am Mittwoch gerechnet. Das persönliche Umfeld des Festgenommenen wird ebenfalls intensiv überprüft. Und es geklärt werden, ob Vermisstenfälle einen Bezug zu Alt Rehse haben.

Das Dorf, das ein Ortsteil der Stadt Penzlin ist, hat etwa 350 Einwohner.

Ersten Ermittlungen zufolge soll der Techniker den Nachbarn in Alt Rehse schon öfter wegen nächtlicher Ruhestörungen aufgefallen sein.

Anwohner berichteten, dass es mehrere Anzeigen gegen ihn wegen nächtlichen Lärms gebe. Der Mann habe allein gelebt, allerdings habe ihn gelegentlich eine Frau besucht, sagte ein Gemeindevertreter. Im Internet verbreitete der 51-Jährige teils diffuse Äußerungen über das gescheiterte alternative Wohnkonzept „Tollense-Lebenspark“.

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