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Neubrandenburg/Leipzig : Polizei prüft Parallelen im Tollensesee-Mordfall

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Im Fall einer zerstückelten Leiche in Leipzig haben die Ermittler einen Tatverdächtigen festnehmen können. Derzeit stehen sie im Kontakt mit der Neubrandenburger Polizei - auch dort wird nach einem Mörder gesucht.

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erstellt am 12.Apr.2012 | 08:03 Uhr

Neubrandenburg | Eine zerstückelte Leiche, Körperteile im Flussbett und ein bislang noch verschwundener Kopf – die Parallelen sind augenscheinlich. Gestern hat die Polizei einen 23-Jährigen festgenommen, der dringend verdächtigt wird, den 23 Jahre alten Jonathan H. ermordet und die Leiche zerstückelt zu haben. Der zerstückelte Körper war Anfang November am und im Flussbett der Elster in Leipzig entdeckt worden. Die Polizei prüft nun, ob es Zusammenhänge mit dem ähnlich gelagerten Tollensesee-Mord in Neubrandenburg gibt. Dort war eine bislang unbekannte Frau um die Weihnachtszeit getötet und ihre Leiche zerstückelt worden. Seit Neujahr wurden im Tollensesee und im Mühlenteich wiederholt Leichenteile gefunden – nur der Kopf fehlt noch.

Die Polizei in Leipzig hat nach Auskunft eines Sprechers Kontakt mit den Neubrandenburger Kollegen aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen nach der Festnahme des Tatverdächtigen gäbe es aber bislang „nichts, was einen direkten Zusammenhang belegen könnte“, so der Neubrandenburger Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler und die Leipziger Polizei. „Wir haben ja von Anfang an mit Leipzig zusammengearbeitet. Man musste nach dem äußeren Erscheinungsbild klar davon ausgehen, dass es Zusammenhänge gibt“, sagte der Staatsanwalt.
Unterdessen läuft der Massen-Gentest in Neubrandenburg weiter. Mittlerweile hätten zwischen 1500 und 2000 Männer ihre Proben abgegeben, informierte Zeisler. Die Oststadt rücke beim Gentest nun ins Zentrum: „Wir rechnen dort mit 2000 Betroffenen.“ Insgesamt sollen sich 9000 Männer im Alter von 50 bis 70 Jahren den Tests stellen.

Die Spur des „Dicken“ hat laut Zeisler noch zu keinem Erfolg geführt. „Wir hatten zwar Hinweise zur Person, aber das hat nichts Konkretes ergeben“, sagte er. Ende Januar hatte sich ein anonymer Anrufer gemeldet und erzählt, die Tote, deren Alter mit 25 bis 55 Jahre angegeben wird, heiße Irina Pablowski, sei Polin und Hure. Täter sei der „Dicke von Krakow“. Die Polizei hatte den Telefonmitschnitt veröffentlicht.

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