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Mecklenburg-Vorpommern

20. September 2017 | 20:30 Uhr

Dieselaffäre : Polizei hat es hinter sich

vom
Aus der Onlineredaktion

Über 360 Streifenwagen mussten in die Werkstatt

svz.de von
erstellt am 28.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Ein paar Funkstreifenwagen müssen noch in die Werkstatt – aber den Großteil ihrer vom Dieselskandal betroffenen Fahrzeuge hat die Landespolizei bereits umgerüstet, wie der Sprecher des Innenministeriums, Michael Teich, auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. Von den 674 Dienstfahrzeugen der Marke Volkswagen waren mehr als die Hälfte von der Rückrufaktion betroffen. 368 Polizeiautos mussten für ein Software-Update oder Umbauten in die Werkstatt. Die Sicherheit habe unter der Rückrufaktion nicht gelitten, sagte Teich weiter. „Das ist relativ geräuschlos über die Bühne gegangen.“

Bundesweit muss Volkswagen im Skandal um manipulierte Motor-Software seit Januar 2016 bundesweit rund 2,6 Millionen Dieselmodelle zurückholen. Doch anders als bei der Landespolizei läuft der große Rückruf in die Werkstatt für Privatkunden in MV offenbar nicht ganz so rund. Unter den Dieselfahrern macht sich Ungeduld breit. „Sie wundern sich, dass sie von den Herstellern noch nicht angeschrieben wurden“, weiß Thomas Gramsch, stellvertretendeder Niederlassungsleiter der Dekra in Rostock. Der technische Überwachungsverein bekomme nach wie vor eine Menge Anrufe zum Thema Dieselautos und Umrüstung. „Die Menschen sind verunsichert“, sagt auch Christian Hieff, Sprecher des ADAC Hansa. Viele Anrufer fragen auch nach möglichen Fahrverboten für Dieselautos in den Städten des Landes. Die Sorge ist nicht ganz unbegründet.

Erst gestern fällte das Stuttgarter Verwaltungsgericht eine Entscheidung, derzufolge Besitzer älterer Dieselwagen in der baden-württembergischen Stadt weiter mit Fahrverboten rechnen müssen. Die unpopuläre Maßnahme könnte ab Anfang 2018 greifen. Für Mecklenburg-Vorpommern kann vorerst aber Entwarnung gegeben werden. Maßnahmen wie in Stuttgart sind im Nordosten nicht geplant. In die Werkstatt zum Umrüsten müssen vom Dieselskandal betroffene Autofahrer natürlich trotzdem.

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