Dummerstorf : Polizei geht Hinweisen in Entführungsfällen nach

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Nach den drei mutmaßlichen Entführungsversuchen vom Wochenende im Land scheint zumindest der Vorfall von Dummerstorf bei Rostock aufgeklärt zu sein.

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23. März 2015, 20:45 Uhr

Nach den drei mutmaßlichen Entführungsversuchen vom Wochenende im Land scheint zumindest der Vorfall von Dummerstorf bei Rostock aufgeklärt zu sein. Einer der Männer, die einen 15-jährigen Jungen versuchten festzuhalten, meldete sich gestern Morgen von selbst, wie das Polizeipräsidium Rostock mitteilte. Er habe bereits glaubhaft machen können, dass es sich nicht um einen Übergriff auf den Jugendlichen gehandelt habe.

Noch keine neuen Erkenntnisse hingegen gab bis zum frühen Nachmittag im Fall der versuchten Entführung in Plüschow (Nordwestmecklenburg). Ebenfalls am Freitag soll dort ein 20 bis 30 Jahre alter Mann versucht haben, ein zehnjähriges Mädchen in sein Auto zu ziehen. Das Mädchen habe sich daraufhin auf den Boden geworfen, eine Freundin kam dazu und der mutmaßliche Entführer flüchtete. Beide Kinder sollten nochmals zu dem Vorfall gehört werden.

Im Zusammenhang mit dem dritten Fall, einem Überfall am Samstagabend auf eine 29-jährige Studentin in Greifswald, wurde der Fahrer eines weißen Autos ausfindig gemacht, der in Tatortnähe gesehen worden war, wie eine Polizeisprecherin gestern in Neubrandenburg sagte. Die Aussagen des Fahrers deckten sich mit dem Ermittlungsstand. Zudem gebe es einen Hinweis aus der Bevölkerung.

Die Studentin konnte inzwischen das Krankenhaus verlassen. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, ihr wurden psychologische Beratungsangebote unterbreitet.

Die Polizei präzisierte gestern die Täterangaben. Demnach wird nach einem 30 bis 40 Jahre alten, deutschsprachigen und mit olivgrüner Fleece-Jacke bekleideten Mann gesucht, der die Frau in den Kofferraum eines blauen Autos zerren wollte. Die Studentin konnte sich bei dem Übergriff auf einem Weg entlang der Bahngleise losreißen und weglaufen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchten Totschlags und Freiheitsberaubung. Sie bittet weiter um Hinweise.

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