Mecklenburg-Vorpommern : Polizei bekommt 5700 neue Pistolen

Die SFP9  wird die neue Dienstwaffe der Landespolizei in MV.
Die SFP9 wird die neue Dienstwaffe der Landespolizei in MV.

Heckler & Koch gewinnt Ausschreibung: 3,2 Millionen Euro genehmigt

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06. August 2015, 08:00 Uhr

Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns will die Beamten der Landespolizei bis 2021 komplett mit neuen Pistolen ausrüsten. Den Auftrag dafür bekam der deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch, bestätigte gestern das Ministerium. Nach Informationen unserer Redaktion hatte die Firma aus Baden-Württemberg die Ausschreibung knapp vor dem Mitbewerber Walther gewonnen.

Der Landtag hatte für die Beschaffung 3,2 Millionen Euro genehmigt (wir berichteten). Durch das Ausschreibungsverfahren würden die Kosten aber voraussichtlich deutlich unter dieser Summe bleiben, hieß es im Ministerium. Die ersten 650 Pistolen vom Typ SFP9 will die Waffenschmiede bereits im dritten Quartal 2015 in den Nordosten liefern.

Grund für die Umrüstung ist vor allem das Alter der bisherigen Standardwaffe P6 von Sig Sauer. Die Dienstwaffen waren in den Jahren 1991 bis 1994 für die Polizei angeschafft worden und „weisen inzwischen vor allem durch das tägliche Laden und Entladen Verschleißerscheinungen auf“, sagte Daniel Bobzin, Waffenexperte im Landesamt für Zentrale Aufgaben und Technik der Polizei. Reparaturen würden teurer werden als Neuanschaffungen.

Die SFP9 ist nach Ansicht von Bobzin deutlich besser als die alte P6. „Sie ist sicherer und treffgenauer“, so der Dezernent. Die neue Waffe sei auch deutlich leichter und hat ein Magazin für 15 statt für acht Patronen.

An der Auswahl der Pistole waren unter anderen 70 Beamte aus allen Bereichen der Polizei beteiligt, die die Waffe testeten und in einem umfangreichen Fragenkatalog bewerteten. „Die Antworten waren für die Entscheidung ausschlaggebend“, sagte Daniel Bobzin.

Die ausgedienten Pistolen werden nach Angaben des Innenministeriums nicht verkauft, sondern zerstört und als Schrott verwertet.

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