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ZAHLEN und FAKTEN: Demografiebericht

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erstellt am 25.Jan.2011 | 08:03 Uhr

Von 1,95 auf 1,45 Millionen Einwohner
Ende 1989 hatte MV 1,95 Millionen Einwohner. Heute sind es 1,65 Millionen. Im Jahr 2030 wird das Land nach der 4. Landesprognose zur Bevölkerungsentwicklung nur noch rund 1,45 Millionen Einwohner haben.

Bis auf Greifswald und Rostock werden in allen Kreisen und kreisfreien Städten die Einwohnerzahlen sinken: Demmin minus 35 Prozent, Mecklenburg-Strelitz minus 31, Güstrow und Parchim minus 23, Nordvorpommern minus 21, Neubrandenburg minus 20 Prozent. Ursächlich ist der Gestorbenenüberschuss.

Erstes Kind mit 29
Bei Geburt des ersten Kindes liegt das durchschnittliche Alter einer Frau in MV bei 29 Jahren. Im Zeitraum von 2009 bis zum Jahr 2030 wird es auf 30,5 Jahre steigen. Damit werden Frauen in MV auch im Jahr 2030 bei der Geburt ihres ersten Kindes noch ein bis zwei Jahre jünger sein als im Bundesdurchschnitt.

Lebenserwartung steigt
Seit der Wende ist die Lebenserwartung gestiegen. Lag sie 1995 bei Männern noch bei 68,8 Jahren und bei Frauen bei 77,6 Jahren, so betrug sie 2008 für Männer bereits 75,1 und für Frauen 81,9 Jahre.
Damit liegt MV im bundesdeutschen Vergleich bei den Männern auf dem letzten und bei den Frauen auf dem drittletzten Platz.
Die Lebenserwartung der Frauen wird bis 2030 auf 85,2 Jahre, bei Männern auf 80,2 Jahre steigen.


Immer weniger im Beruf
Die Zahl der Erwerbsfähigen reduziert sich von heute 1 058 000 auf 781 000 zum Ende 2030. Das sind 277 000 Menschen weniger als heute.

Einnahmen sinken
Derzeit verfügt MV noch über 1,6 Mrd. Euro Einnahmen aus dem Bundeshaushalt mehr als westliche Flächenländer. Die Mittel werden für Investitionen und Leistungen an die Kommunen beim Aufbau Ost verwendet. Mit jedem Einwohner weniger verliert das Land 2 400 Euro aus dem Finanzausgleich. Bei einem derzeitigen Verlust von jährlich 15 000 Einwohner entspricht das 36 Mio. Euro im Jahr.

Mädchen mit besseren Noten
Junge Frauen erreichen höhere Bildungsabschlüsse als junge Männer. Im Jahr 2009 haben 13 009 Schülerinnen und Schüler die Schulen verlassen. Die Hochschulreife erlangten 2892 Schülerinnen und nur 2345 Schüler. Mit der mittleren Reife verließen 2154 Schülerinnen und 2223 Schüler, mit Berufsreife 619 Schülerinnen und 747 Schüler und ohne Abschluss 252 Schülerinnen und 408 Schüler die Schule. Der Anteil der studienberechtigten Frauen betrugt 22 Prozent; der der Männer lag bei etwa 18 Prozent.

Lehrer im Schnitt 48 Jahre
Das Durchschnittsalter der Lehrer beträgt 48 Jahre; der Berufsschullehrer fast 51 Jahre. Im Schuljahr 2009/10 waren an allgemein bildenden Schulen 9878 und an beruflichen Schulen 1845 hauptberufliche Lehrkräfte tätig.

Polizisten 44,4 Jahre

Der Altersdurchschnitt im Polizeivollzugsdienst beträgt 44,4 Jahre. In den nächsten Jahren wird er weiter steigen. Im Zeitraum 2015 bis 2027 werden doppelt so viel Altersabgänge wie in den Jahren zuvor zu verzeichnen sein (jährlich zwischen 190 bis 245 Eintritte in den Ruhestand).


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