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Zahl der Patienten in MV steigt weiter

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erstellt am 06.Jun.2011 | 08:27 Uhr

Rostock | Die Zahl der von dem aggressiven Darmkeim EHEC betroffenen Menschen ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestiegen. Inzwischen gebe es 130 Erkrankungen, berichtete das Landesamt für Gesundheit und Soziales gestern in Rostock. Am Freitag hatte die Zahl der Erkrankten noch bei 118 gelegen. Dagegen sei die Zahl der Patienten mit der sogenannten HUS-Komplikation (hämolytisch-urämisches Syndrom) mit 34 konstant geblieben. Sie litten an akutem Nierenversagen oder Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und Mangel an Blutplättchen. Knapp die Hälfte der aktuellen Patienten stammten aus den westmecklenburgischen Kreisen Ludwigslust und Parchim, teilte das Landesamt mit.

Wie viele der EHEC-Patienten noch stationär in Kliniken liegen und wie viele entlassen wurden, konnte das Landesamt aufgrund fehlender Meldungen nicht mitteilen. Der Rostocker Epidemiologe Emil Reisinger berichtete von ersten Patienten, die in Kürze nach Hause gehen könnten. Sie hätten das Schlimmste überstanden, allerdings werde es noch Wochen dauern, bis sich ihr Blutbild wieder erholt. Fraglich bleibe, ob sie Langzeitschäden zu erwarten haben. In der medizinischen Fachliteratur werde von rund zehn Prozent der Patienten mit anhaltendem Bluthochdruck oder Nierenschädigungen nach einer HUS-Erkrankung berichtet.

Die Blutspendedienste riefen die Menschen im Land auf, Blut zu spenden. Hintergrund ist nach Worten des Chefs der Rostocker Transfusionsmedizin, Volker Kiefel, der hohe Bedarf an Blutplasma für die HUS-Patienten.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden jetzt laut Agrarministerium in Schwerin mögliche Empfänger der Sprossen aus Niedersachsen untersucht.


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