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Politik MV

21. Oktober 2017 | 19:55 Uhr

Wunschdenken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Dass die Theaterreform im Westen des Landes gelungen oder abgeschlossen sei, diese Aussage ist wohl mehr dem politischen Druck auf Kultusminister Brodkorb (SPD) geschuldet als den Tatsachen. Sie hat kaum richtig begonnen! In der Landeshauptstadt pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass der Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, Joachim Kümmritz, für das neue Wirtschaftsjahr 2014 schon bald wieder mit einer Bitte um eine erneute Finanzspritze von zwei Millionen Euro zum Land marschieren muss. Die rechtlichen Strukturen für eine gemeinsame Theater GmbH „Staatstheater Mecklenburg“ zwischen Schwerin und Parchim sind noch nicht einmal eine Kladde, geschweige schon auf Vertragspapier. Und der geforderte Stellenabbau steht zwar schon auf dem Papier, wird aber vom Land so nicht akzeptiert.

Das heißt nicht, dass noch gar nichts geschehen ist. Tatsächlich haben Orchester und Chor und ihre Gewerkschaften einem schmerzlichen Einkommensverlust zugestimmt. Tatsächlich haben sich Landeshauptstadt und Ministerium auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Tatsächlich ist allen Beteiligten klar, dass etwas geschehen muss, um das Vier-Sparten-Haus in Schwerin zu retten. Man könnte sagen: Das Glas ist halb voll! Oder halb leer?

Von einer Theater- und Orchesterreform ist längst nichts mehr zu spüren. Derzeit geht es einzig um Schwerin, um Parchim vielleicht... Rostock ist ausgestiegen, im Osten des Landes hat sich so gut wie noch nichts bewegt, außer dass sich der Geschäftsführer der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz überraschend verabschiedet hat. Es fehlt also der wichtigste Ansprechpartner. Mit einem Satz: Das Staatstheater in Schwerin ist mit Millionen-Zuschüssen gerettet. Das ist gut, aber noch keine Reform.

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