Wirbel um Airport

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19. Februar 2010, 07:14 Uhr

Schwerin | Eine Millionen-Förderung des Landes für den Flughafen Barth sorgt für Streit in der Landespolitik. Die Linksfraktion äußerte gestern die Befürchtung, dass der Flugplatz mit knapp 9000 Passagieren im Jahr 2009 auch nach der Investition für ein neues Abfertigungsgebäude mit Kontrollturm ein Zuschussgeschäft bleibt. Die kommunalen Eigentümer Stralsund, Barth und Landkreis Nordvorpommern würden durch den defizitären Betrieb mit jährlich 250 000 Euro belastet, erklärte die Linksfraktion unter Berufung auf die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage. Daneben müssten die drei Kommunen für den Neubau des Abfertigungsgebäudes 600 000 Euro aufbringen. Das Land gebe 2,7 Millionen Euro dazu.

Die FDP legte den Eigentümer-Kommunen eine Privatisierung des Airports nahe. "Regionalflughäfen wie der in Barth werden nie kostendeckend sein", sagte Fraktionsvorsitzender Michael Roolf. Er kritisierte, dass das Land kein Luftverkehrskonzept entwickelt habe. Der SPD-Landtagsabgeordnete Jochen Schulte äußerte, er halte den Flughafen Barth nicht für nötig. Barth liegt rund 60 Kilometer vom Flughafen Rostock-Laage entfernt.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Mathias Löttge warf der Linken "Gedächtnisverlust" vor. Für die dritte und letzte Ausbaustufe des Flughafens Barth habe die rot-rote Landesregierung bereits 2005 den grundsätzlichen Bedarf anerkannt. Die entsprechende Förderung sei von der rot-roten Landesregierung zugesagt worden. Er hoffe auf eine positive Entwicklung des Airports gemeinsam mit den Touristikern der Region.

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