Wahl für G8-Gipfel 2015 : Weltgipfel in MV: Caffier jubelt nicht

Acht Herren mit Dame: Dieses Bild des G8-Gipfels 2007 mit den wichtigsten Regierungschefs der Erde  ging als Werbebotschaft aus Heiligendamm um die Welt.
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Acht Herren mit Dame: Dieses Bild des G8-Gipfels 2007 mit den wichtigsten Regierungschefs der Erde ging als Werbebotschaft aus Heiligendamm um die Welt.

Es sind zwei Bundesländer in der engeren Wahl, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der CDU-Politiker. Bundeskanzlerin Angela Merkel will Ende Januar entscheiden, auf welchen Ort die Wahl fällt.

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12. Dezember 2013, 21:45 Uhr

Findet der G8-Gipfel 2015 wieder in MV statt? Innenminister Lorenz Caffier bestätigte gestern gegenüber unserer Zeitung solche Spekulationen: „Es sind zwei Bundesländer in der engeren Wahl, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der CDU-Politiker. Bundeskanzlerin Angela Merkel will Ende Januar entscheiden, auf welchen Ort die Wahl fällt. Bisher ist nach Caffiers Beobachtungen eher Binz auf Rügen als Heiligendamm im Gespräch.

Merkel hatte schon 2007 den G8-Gipfel mit den wichtigsten Regierungschefs der Welt nach Heiligendamm geholt. Damals waren 17 000 Polizisten im Einsatz, 3000 davon aus MV. Es gab rund um den Tagungsort bis nach Rostock heftige Proteste. Bilder aus Heiligendamm gingen rund um die Welt. Im Umfeld des Gipfels besuchte der damalige US-Präsident George W. Bush ein zweites Mal Mecklenburg-Vorpommern, weilte in Stralsund und in Trinwillershagen. Ein ungeheurer Imagegewinn für das Land. Allerdings hat der Gipfel der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) 77,5 Millionen Euro gekostet, davon trug die Bundesregierung 24 Millionen Euro.

Caffier sagte gestern gegenüber unserer Zeitung, dass bislang für ein solches Weltereignis in MV kein Geld eingeplant sei. Wörtlich: ,„Am Schluss bedeutet das für das Ausrichterland immer, viel Geld in die Hand zu nehmen.“ MV sei in der Lage, so etwas gemeinsam mit andern Bundesländer und der Bundesregierung umzusetzen. Doch der Innenminister ist nicht begeistert: „Die Freude bei mir hält sich aus den Erfahrungen mit dem Weltwirtschaftsgipfel 2007 heraus sehr in Grenzen. Aber so ein Ereignis hat natürlich einen großen Wert für Tourismus und den Imagegewinn eines Bundeslandes.“

Auch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) äußerte sich gestern nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin eher skeptisch: „Ein solches internationales Großereignis wäre natürlich eine gute Werbung für das Land. Ich halte es aber für wenig wahrscheinlich, dass von der Bundesregierung daran gedacht ist, den G8-Gipfel erneut in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen.“ Die Vorbereitungszeit sei diesmal zudem sehr kurz. Von Bundespresseamt wurden die Spekulationen nicht kommentiert.

Der Generalmanager des Grand Hotels, Tim Hansen, betonte, sein Haus stünde für die Ausrichtung des Gipfels bereit. „Das wäre wunderbar.“ Allerdings liegen ihm keine entsprechenden Informationen vor. Seit dem Gipfel hat das Grand Hotel eine wechselvolle Geschichte vollzogen. Die Hoffnungen, dass G8 für eine dauerhafte Werbung sorgen und viele zusätzliche Gäste ins Haus locken könnte, erfüllten sich nicht.
Seite 4: Interview

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