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Weltenbummler aus Mecklenburg-Vorpommern

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erstellt am 04.Feb.2013 | 09:43 Uhr

Wismar | In knapp einer Woche geht es wieder los. Für den Wismarer Peter Cipra wird es eine erneute abenteuerliche Reise auf seinen Lieblingskontinent Afrika. Er ist ein Weltenbummler und bereist seit über 20 Jahren die Länder Namibia, Botswana, Simbabwe oder Sambia.

Am 11. Februar startet das Flugzeug Richtung Namibia. Zusammen mit seiner Frau und seinem eineinhalb jährigen Sohn wird er drei Wochen lang im Busch bei den Eingeborenen leben. "Die Eingeborenen sind ja bis auf ihren Lendenschurz völlig nackt und leben in der Natur. Es wird sehr interessant, besonders für meinen Sohn", erzählt der Abenteurer. Mit dem Flugzeug soll es danach an die angolanische Grenze gehen. Dafür hat Cipra im vergangenen Jahr extra seinen Pilotenschein gemacht. "Ich hoffe wir können fliegen. Es ist gerade Regenzeit dort unten", erklärt Cipra. Nicht nur als Buschpilot durchquert Peter Cipra den schwarzen Kontinent. Er ist ein Extrem-Weltenbummler. Er durchreiste bereits mehrmals die afrikanischen Wüsten unterhalb des Äquators mit seinem Fahrrad.

Zu Fuß quer durch die Wüste

Zudem war er der erste Mensch, der das Kaokoveld im Nordwesten Namibias, eine rund 50 000 Quadratkilometer große unberührte Region, mit seinem Rad durchfuhr. "Ein Jahr später durchquerte ich zusammen mit einem Eingeborenen, einem Häuptlingssohn, die Wüste zu Fuß. Ich kaufte zwei Esel und dann ging es los", erzählt Peter Cipra.

Der Rostocker Stefan Beerbaum wollte aus seinem Alltag ausbrechen und plante eine Weltreise nach Australien - mit dem Fahrrad. Im Juli 2011 startete er die mehr als 13 120 Kilometer-Tour. Zusammen mit einer Freundin radelte er innerhalb von zwei Wochen erst nach Prag. Danach folgten unter anderem die Länder Georgien, Iran, Nepal, Indien und Malaysia. Insgesamt 17 Länder durchquerte der Rostocker auf seiner eineinhalbjährigen Reise, wobei der Iran ihn am meisten beeindruckt habe. Schlimme Pannen gab es während der Weltreise nicht. Mal ein platter Reifen und die Bremse ging kaputt, wie der gelernte Physiotherapeut berichtet.

Nach der Ankunft in Australien nahm sich Beerbaum erst einmal eine Auszeit und plante die Reise zurück nach Deutschland, eigentlich mit dem Flugzeug. Doch es gebe noch so viele Länder, die er auf seiner Route nicht gesehen habe. Also geht die Rücktour über die Philippinen, Malaysia, China, die Mongolei und Sibirien wieder mit dem Rad. Im September dieses Jahres wird der Rostocker voraussichtlich wieder zu Hause sein.

Mit einem alten Golf II nach Afrika

Für die Brüder Jens und Daniel Zapel aus Gottmannsförden ging die Reise 7198 Kilometer quer durch Europa und Afrika. Es war das Abenteuer ihres Lebens. Das Ziel war Banjul, die Hauptstadt von Gambia. Gemeinsam wollten sie den alten Golf II (Baujahr 1992) ihrer Mutter nach Afrika bringen. Sie schlossen sich einem Konvoi des Dresdner Vereins Breitengrad an, um ihr altes Auto in Gambia zu versteigern. Mit dem Spendengeld unterstützten sie dann eine Schule und eine Krankenstation in einem Vorort von Banjul. Die Fahrt nach Afrika dauerte insgesamt 20 Tage. Die Brüder wechselten sich auf der Strecke durch Westeuropa und entlang der westafrikanischen Atlantikküste am Steuer ab und schafften es schließlich sicher nach Banjul. In Afrika wurde der Konvoi extra von Polizisten und Militärangehörigen die gesamte Zeit über begleitet, zum Schutz der Deutschen. Größere Probleme traten glücklicherweise nicht auf, nur kleinere Havarien waren zu überstehen und einmal kam das Fahrzeug mitten in der Wüste von der Spur ab und musste aus den Dünen gezogen werden.

Zurück in Deutschland ist Jens Zapel wieder in seinen Beruf als Speditionskaufmann zurückgekehrt. Für seinen Bruder Daniel geht das Abenteuer weiter. Er will ein halbes Jahr nach Neuseeland reisen, bevor er sein Studium in Deutschland beginnt.

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