Weihnachtsansprache : Was wichtig ist

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Weihnachten sei für die Deutschen das wichtigste Fest im Jahr mit vielen liebgewonnenen Gewohnheiten und Traditionen.

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24. Dezember 2013, 00:33 Uhr

In seiner traditionellen Weihnachtsansprache hat Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) die positive Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern betont und zugleich den sozialen Zusammenhalt hervorgehoben.

Weihnachten sei für die Deutschen das wichtigste Fest im Jahr mit vielen liebgewonnenen Gewohnheiten und Traditionen. „Für mich z. B. beginnt die Weihnachtszeit so richtig immer erst mit einem ganz bestimmten Konzert. Immer am Samstag vor dem dritten Advent singen in Rostock in der Heiligen-Geist-Kirche drei ganz unterschiedliche Chöre gemeinsam Weihnachtslieder, Shanty, Kirchenlieder, Gospel, eine tolle Mischung. Seit es dieses Konzert gibt, war ich jedes Jahr da, und jedes Jahr gehe ich, wie die vielen anderen Besucher in der ausverkauften Kirche, mit einem wunderbaren Gefühl von Weihnachtsstimmung nach Hause.“

Weihnachten sei aber auch innehalten, sich bewusst machen, was wirklich wichtig ist, so Sellering. „Es stimmt ja, es geht uns insgesamt gut in Deutschland. Gerade auch im Vergleich zu anderen Ländern in Europa. Auch Mecklenburg-Vorpommern ist im letzten Jahr weiter vorangekommen. Es gibt mehr Arbeit, wir haben so wenig Arbeitslose wie seit der Wende nicht.“

MV sei inzwischen ein hoch attraktives Bundesland. Ein Land, in dem über 90 Prozent der Einwohner sagen würden, dass es sich hier gut leben lässt. „Das sehen auch viele von außerhalb so. In diesem Jahr sind zum ersten Mal mehr Menschen zu uns gezogen, als das Land verlassen haben. Darunter auch manche, die vor einigen Jahren fortgegangen sind und jetzt wieder zurückkommen. Darüber freue ich mich sehr“, betonte der Ministerpräsident.

Bei allen Fortschritten gebe es aber auch noch viel zu tun – hier im Land wie auch in der Bundespolitik, so Sellering: „Wir wollen weiter wirtschaftlich vorankommen, aber es soll dabei gerechter zugehen. Faire Löhne und gute sichere Arbeitsplätze, Rente, von der man leben kann, gute Bedingungen für Familien mit Kindern. Wichtig ist mir, dass wir den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bewahren. Denn es sind ja nicht nur die herrliche Natur und die liebevoll restaurierten Dörfer und Städte, die Mecklenburg-Vorpommern zu einem so liebenswerten Land machen. Das sind auch die Menschen hier, die Familie, Freunde, Nachbarn, die Gemeinschaft, der Zusammenhalt.“

„Da müssen wir aufpassen, dass nichts verloren geht“, mahnte der Ministerpräsident. „Es darf doch nicht immer nur um die Frage gehen, was kostet das, was kriege ich dafür, sondern ums Miteinander, um Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung.“

„Ich habe das Gefühl, dass das bei uns in Mecklenburg-Vorpommern sehr gut geht, dass wir hier gut zusammenhalten“, so Sellering. Er habe gerade wieder am Tag des Ehrenamtes Menschen dafür ausgezeichnet und sich bei Ihnen dafür bedankt, dass sie in ihrer Freizeit mit großem Einsatz andere unterstützen und damit für mehr Menschlichkeit und mehr Wärme in unserer Gesellschaft sorgten. „Die Älteste von ihnen war schon 101 Jahre alt. Und sie arbeitet noch immer engagiert mit im Verein zur Förderung der Schweriner Kinderklinik. Die jüngste Ehrenamtliche, die ich ausgezeichnet habe, ist 21. Sie hilft mit, dass Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien bei uns gleiche Chancen und einen guten Start haben“, so der SPD-Politiker. Die beiden stünden für viele. In Mecklenburg-Vorpommern sind rund eine halbe Million ehrenamtlich tätig – in den unterschiedlichsten Bereichen: in den Freiwilligen Feuerwehren, im Rettungsdienst, in Sportvereinen, in der Jugend- und in der Seniorenarbeit. „Ich sage Ihnen allen ein sehr herzliches Dankeschön.

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen, die sogar an den Weihnachtstagen ehrenamtlich tätig sind. Und natürlich auch bei denen, die in den nächsten Tagen arbeiten – damit wir anderen unbesorgt Weihnachten feiern können. Vielen Dank dafür.

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.“

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