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Landesbeauftragte : Wartezeit auf Stasi-Akteneinsicht verkürzen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Zeit zwischen Antragstellung und Einsicht in die persönliche Stasi-Akte für ehemalige DDR-Bürger muss nach Ansicht der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, verkürzt werden. Die Akteneinsicht sei die Kernaufgabe der Außenstellen des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, zwei- bis dreijährige Wartezeiten seien nicht hinnehmbar, so Drescher. Angesichts sinkender Antragszahlen könnten die Außenstellen ihre Organisation entsprechend verändern.

Bei den Stasi-Unterlagen-Behörden in Ostdeutschland waren im vorigen Jahr 64 246 Anträge auf Akteneinsicht eingegangen, rund 24 000 Anträge weniger als noch 2012. Seit 1991 hätten insgesamt 324 778 Menschen ihre Stasiakten einsehen wollen. Auch die drei Außenstellen in Mecklenburg-Vorpommern registrierten 2013 deutlich weniger Anträge auf Akteneinsicht. Insgesamt gab es 7420 Anträge, im Jahr zuvor waren es noch 10 728.

Angesichts des 25. Jahrestags des Mauerfalls geht Drescher davon aus, dass sich die Antragszahl auf Akteneinsicht erhöhen wird. Die Erinnerung an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und die Rückbesinnung auf das eigene Leben werde viele dazu bringen, sich mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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