Volksverhetzung: Neonazis erhalten Bewährungsstrafen

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12. Mai 2010, 09:39 Uhr

Berlin/Schwerin | Wegen Volksverhetzung sind zwei frühere Funktionäre der inzwischen verbotenen rechtsextremen Organisation "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) gestern in Berlin zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Ein 26-Jähriger bekam vom Landgericht 17 Monate Haft auf Bewährung. Er hatte bei einer sogenannten Rasseschulung im Januar 2007 in Georgsmarienhütte einen antisemitischen Vortrag gehalten und gegen Ausländer gehetzt. Gegen einen mitangeklagten NPD-Funktionär aus Vechta wurde eine Bewährungsstrafe von einem Jahr verhängt. Er hatte das Treffen organisiert. Eine Frau bekam eine Geldstrafe. Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für alle drei Angeklagten Bewährungsstrafen zwischen zwei Jahren und sechs Monaten verlangt hatte.

   Zum Zeitpunkt des Verbots vor einem Jahr gehörten rund 450 Mitglieder der "Heimattreuen Deutschen Jugend" an. Bei Teterow in Mecklenburg-Vorpommern war die rechtsextreme Gruppierung im Mai 2008 mit einem Ferienlager aufgefallen.

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