Umweltamt lässt Dong Energy nacharbeiten

Das Kraftwerk des daenischen Energiekonzerns Dong Energy, aufgenommen in Avedoere bei Kopenhagen. Foto: ddp
Das Kraftwerk des daenischen Energiekonzerns Dong Energy, aufgenommen in Avedoere bei Kopenhagen. Foto: ddp

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23. Dezember 2008, 08:19 Uhr

Stralsund | Der dänische Energiekonzern Dong Energy muss für eine mögliche Genehmigung des umstrittenen Steinkohlekraftwerks in Lubmin einen umfangreichen Katalog von Nachforderungen abarbeiten. Eine erste Auflistung mit rund 25 Themen, die ergänzt, präzisiert oder nachgearbeitet werden müssen, sei Dong Energy jetzt zugestellt worden, sagte Reinhard Stahlberg, Leiter des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur in Stralsund.

So muss der Energiekonzern seine Aussagen zum Ausstoß von Quecksilber und anderen Schwermetallen und deren mögliche Anreicherung in der Nahrungskette vertiefen. Weitere Schwerpunkte der Liste seien die Auswirkungen der Kühlwassereinleitung auf die Bildung von Blaualgen, die Darstellung von Langzeitwirkungen des 1600-Megawatt-Kraftwerks auf den Greifswalder Bodden und mögliche Auswirkungen auf den Seebad-Status umliegender Gemeinden. "Lubmin ist ein sehr sensibler Naturraum", begründete Stahlberg die erneuten Nachforderungen.

Ob das Kraftwerk nach Abarbeitung der Liste genehmigungsfähig wird, ließ das Amt offen. Erst am Freitag hatte sich Dong Energy optimistisch gezeigt, im ersten Halbjahr 2009 die Genehmigung zum Bau des 2,3 Milliarden-Euro-Projektes zu erhalten. Das Umweltamt wollte keine Aussagen zum Zeitplan machen.

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