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Vorverkaufsrekord mit 200 000 Karten : Störtebeker sticht in See

vom

Am 18. Juni starten auf der Naturbühne Ralswiek die 19. Störtebeker-Festspiele. Mit 381 000 Zuschauern im vergangenen Jahr sind die Festspiele auf Rügen Deutschlands beliebtestes Open-Air-Theater.

Rügen | Der Piratenheld Klaus Störtebeker sticht wieder in See. Am 18. Juni starten auf der Naturbühne Ralswiek auf Rügen die 19. Störtebeker-Festspiele. Das Stück "Störtebekers Gold - Der Schatz der Templer" ist der letzte Teil einer Trilogie über die Suche der Freibeuter nach dem legendären Schatz der Tempelritter.

Bisher wurden knapp 200 000 Karten verkauft oder reserviert - ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Intendant Peter Hick gestern sagte. An dem aufwendig inszenierten Stück wirken rund 150 Darsteller und Komparsen mit. Die Festspiele auf Rügen sind mit 381 000 Zuschauern im vergangenen Jahr Deutschlands beliebtestes Open-Air-Theater. In diesem Jahr sind bis zum 3. September 67 Vorstellungen geplant.

Der letzte Teil der Trilogie führt Störtebeker (Sascha Gluth) nach Schottland an den Hof Henry Sinclairs (Norbert Braun), wo die Vitalienbrüder nach der bisher vergeblich gebliebenen Suche in Granada nun endlich auf den Schatz stoßen sollen. Regisseur Holger Mahlich verknüpft dabei historisch verbürgte Fakten um den Haudegen und seinen Likedeeler (Gleichteiler) mit der fiktiven Legende um den Templerschatz. "Die Vitalienbrüder sind zwischen 1395 und 1397 nicht in der Ostsee nachweisbar", erklärt Mahlich. Diese biografische Lücke lässt Raum für Spekulationen. In der Open-Air-Geschichte hofft Störtebeker, mit dem erworbenen Gold sein Likedeeler-Reich, "wo es nicht mehr Mein und Dein gibt", aufbauen zu können. Verbürgt ist hingegen eine andere Legende: Danach soll der Piratenführer 1401 kurz vor der Hinrichtung auf dem Hamburger Grasbrook den Hamburger Ratsherren angeboten haben, eine armdicke goldene Kette um das Rathaus zu legen, wenn man seinen Mannen das Leben schenke.

Auf der 80 Meter breiten Bühne vor dem Großen Jasmunder Bodden zimmerten die Kulissenbauer unter Falk von Wangelin eine opulente Kulisse mit Felsen, Burgmauern sowie Türmen und technischen Raffinessen wie Drehbühnen oder feuerspeienden Rohren. Auf dem Wasser im Hintergrund kreuzen vier Koggen. Kostümbildnerin Christina Maass entwarf rund 100 neue Kostüme. Stuntmen, laut Mahlich "das Salz in der Suppe", sollen mit Sprüngen von Türmen und Schwerterduellen die Erwartungen des Publikums nach Spannung und Action erfüllen. Die Produktionskosten für das Event vor der 8800 Plätze fassenden Zuschauertribüne belaufen sich in diesem Jahr laut Hick auf rund 5,5 Millionen Euro. Die Festspiele beschäftigen inzwischen rund 300 Mitarbeiter vor und hinter der Bühne.

Regisseur Mahlich setzt auch im letzten Teil der Trilogie auf das bewährte Schauspieler-Team. Störtebekers Piratenkollegen Goedecke Michels mimt Dietmar Lahaine. Die weibliche Hauptrolle Maria übernimmt Claudia Gaebel. Sie sorgt mit Mike-Hermann Rader als Malcolm für die romantischen Momente in der Inszenierung. Der vor allem in den Ostbundesländern bekannte Wolfgang Lippert übernimmt wie in den Vorjahren die Rolle des Balladensängers. Komponist Rainer Oleak, der bereits Hits für die Puhdys oder City schrieb, komponierte die Lieder.

Die Story um den Templerschatz ist die erfolgreichste Störtebeker-Geschichte seit Festspielgründung.

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erstellt am 06.Jun.2011 | 06:43 Uhr

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