Sterben die Fische?

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11. Februar 2010, 07:57 Uhr

Waren | Der Schnee auf dem Eis der Gewässer macht den Fischen derzeit das Leben schwer. Wegen der Schneedecke dringe kein Licht durch das Eis, es gebe unter Wasser keine Photosynthese, Sauerstoff fehle und die Fische erstickten, sagte der Geschäftsführer der Fischerei Müritz-Plau GmbH, Jens Schaffran. Betroffen seien vor allem kleine, flache und sehr nährstoffreiche Seen und Teiche. "Das große Erwachen wird kommen, wenn Eis und Schnee geschmolzen sind."

In den Kreisen Uecker-Randow und Demmin haben Angler bereits begonnen, den Schnee teilweise vom Eis zu schieben oder das Eis aufzuhacken. In großen, strömungsreichen und tiefen Gewässern, wie der Müritz oder den Schweriner Seen, sei dies aber noch kein Problem. "Ohne Schnee auf dem Eis läuft die Sauerstoffproduktion durch das eindringende Tageslicht unter Wasser wie immer", sagte der Fischexperte. "Durch die dicke Schneedecke ist es aber so, als ob unter dem Eis immer Nacht wäre."

An der Mecklenburgischen Seenplatte ist das Gros der Gewässer bereits seit rund einem Monat zugefroren und zumeist von Schnee bedeckt. Frostige Winter gab es in den vergangenen 20 Jahren mehrfach, jedoch nicht mit einer so dicken und verharschten Schneedecke auf dem Eis. Als besonders gefährdet stufte er die Fischbestände in Dorf- und Angelteichen sowie kleineren Seen ein. "Da hilft nur, mindestens ein paar Fenster freizuschieben - wenn man sich auf das Eis wagt."

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