SPD sieht Basis mit der Linken schwinden

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04. Juni 2008, 11:21 Uhr

Der vom Westen ausgehende Kursschwenk der Linken stellt nach Ansicht von SPD-Landeschef Erwin Sellering, die Regierungsfähigkeit der Partei auch im Osten zunehmend in Frage. "Pragmatiker mit Sinn für das Machbare werden in der Linken immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen nimmt eine Politik völlig abwegiger Versprechungen überhand, ohne zu sagen, wie das bezahlt werden soll", konstatierte Sellering gestern. Er befürchte, dass sich dieser Trend auf dem am Samstag beginnenden Parteitag in Cottbus noch verstärkt.

Sellering betonte, dass sich die Linke in MV von 1998 bis 2006 als "ausgesprochen verlässlicher und realitätsnaher Regierungspartner" der SPD erwiesen habe. "Wenn dann aber die Bundespartei mit einer Politik der unrealistischen Verheißungen ihre Landesverbände ins trumentalisiert, um eigene Macht zu demonstrieren oder im Bundesrat Symbolpolitik zu machen, dann ist die Basis für eine Zusammenarbeit futsch." Sellering, dessen Partei in Schwerin eine große Koalition mit der CDU führt, kündigte an, die Entwicklungen bei der Linken im Land "sehr aufmerksam" zu beobachten. Er äußerte Verständnis für SPD- Mitglieder im Westen, die eine Kooperation mit der Linken ablehnen.

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