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Treffen der fünf norddeutschen Regierungschefs in Boltenhagen : Sellering warnt vor zusätzlichem Atomschrott

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Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) warnt vor der zusätzlichen Einlagerung von Brennelementen im Zwischenlager Nord (ZLN) nahe Lubmin im Fall einer kompletten Abschaltung von Atomkraftwerken.

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erstellt am 24.Mär.2011 | 08:22 Uhr

Boltenhagen | Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) warnt vor der zusätzlichen Einlagerung von Brennelementen im Zwischenlager Nord (ZLN) nahe Lubmin im Fall einer kompletten Abschaltung von Atomkraftwerken: "Die Befürchtung besteht. Wir werden da sehr aufpassen müssen", sagte er gestern gegenüber unserer Redaktion bei einem Treffen der fünf norddeutschen Regierungschefs im Ostseebad Boltenhagen. Die MV-Landesregierung hat sich bisher dafür eingesetzt, dass nur Material aus den früheren ostdeutschen Meilern im ZLN eingelagert wird.

Bei dem Treffen forderten die Regierungschefs aus MV, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden müsse. Dazu sei ein Bürgschafts- und Förderprogramm des Bundes nötig, so Sellering. Auch sei der Ausbau eines leistungsfähigen Stromnetzes nötig, um etwa Windenergie vom Norden in den Süden und Westen Deutschlands transportieren zu können. "Wer Ja sagt zu regenerativen Energien, muss auch Ja sagen zum Netzausbau", wandte sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) an die Kritiker solcher Trassen. Die Regierungschefs forderten die Bundesregierung auf "zügig" ein Netzausbau-Beschleunigungsgesetz vorzulegen. Damit sollten aber nicht die Rechte von Kritikern beschnitten werden, versicherten sie.

Weiteres Thema war der die gemeinsame internationale Werbung aller norddeutschen Häfen. Die Marketingorganisationen der Küstenländer sollten dazu eine Vereinbarung erarbeiten, hieß es. Den Bund wolle man für eine Kofinanzierung gewinnen.


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